In der Sporthalle am St. Bernhard ging’s heftig rund.

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Daniel Zint aus Nürnberg zeigt sein Können auf dem Kunstrad. Mit seiner Mutter ist er im Wohnwagen angereist.

Daniel Zint aus Nürnberg zeigt sein Können auf dem Kunstrad. Mit seiner Mutter ist er im Wohnwagen angereist.

Daniel Zint aus Nürnberg zeigt sein Können auf dem Kunstrad. Mit seiner Mutter ist er im Wohnwagen angereist.

Schiefbahn. Volles Programm haben die Junioren im Hallenradsport in diesen Wochen. Deutsche Meisterschaften und die EM stehen noch in diesem Monat an und am vergangenen Samstag ging’s beim Länderkampf Deutschland gegen Österreich in der Sporthalle des St.Bernhard Gymnasiums in Schiefbahn zur Sache.

Nach zahlreichen nationalen Radsportwettkämpfen war dieser der erste internationale für den Gastgeber RSC "Blitz". In den Disziplinen Radball und Kunstradfahren traten 35 junge Sportler gegeneinander an.

Die waren samt Trainern, Betreuern und Familie meist von weit her angereist. So auch Helena Zint. Aus der Nähe von Nürnberg ist sie für ihren Sohn Daniel gekommen. Der fährt seit zwölf Jahren Kunstrad. Die Mutter von Daniel hat schon vor Jahren eine eigene Lösung gefunden: "Wir fahren immer mit dem Wohnwagen zu Daniels Wettkämpfen."

Dass keine Opfer zu groß sein können, sehen auch die beiden Radsportfans Michael Mergel und Kai Sensen so. Ohne schwarz-rot-gelbe Kriegsbemalung auf den Wangen, dafür aber in Trikot und Deutschland-Mützchen sitzen die beiden in der ersten Reihe hinter dem österreichischen Tor im Radballspiel gegen Deutschland.

"Ich hab selbst früher gespielt", erzählt der 21-jährige Kai Sensen. "Jetzt bin ich bei der Bundeswehr und bin deshalb nicht mehr aktiv dabei." Quasi als Ausgleich dafür fährt er nun so oft es geht zu den Spielen der Junioren-Nationalmannschaft. Als dann noch das Tor für die deutsche Mannschaft fällt, gibt es kein Halten mehr - ohrenbetäubender Jubel im deutschen Block. Am Ende gibt’s auch den Sieg.

Unauffällig verhält sich Marco Giorgio aus Krefeld. Er sitzt neben seiner Trainerin Simone Schlösser an der Seite und wartet auf die Kunstradfahrer. Denn Marco will vor der Europameisterschaft in zwei Wochen seine direkte Konkurrenz aus Österreich unter die Lupe nehmen. Als Mitglied der italienischen Nationalmannschaft wird er sich gegen einige der am Montag antretenden Fahrer im benachbarten Heerlen (Niederlande) dann durchsetzen müssen.

Einige Testwettkämpfe hat er schon gemeistert und Trainerin Simone Schlösser ist optimistisch: "In den vorangegangenen Wochen hat man eine Leistungssteigerung sehen können." Von Konkurrenzdenken wollen beide trotz der "verdeckten Observierung" der österreichischen Fahrer nichts wissen: "Kunstradfahren ist wie eine große Familie", sagt Trainerin Schlösser.

Dann ist der Österreicher Fabian Allgäuer dran. Im letzten Wettkampf hatte der sich nur knapp vor Marco platzieren können. Marcos Vater sieht jetzt ganz genau hin. Da, ein Tipper mit dem Fuß auf den Boden und ein paar nicht ganz sauber ausgeführte Übungen. Marcos Chancen bei der EM scheinen zu steigen.

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