Liedermacher versammelte Schauspieler und Sportler zum Charity Cup in Willich. Erlös: 325 000 Euro.

Der Schirmherr des Benefiz-Golfturniers in Willich: Herman van Veen.
Der Schirmherr des Benefiz-Golfturniers in Willich: Herman van Veen.

Der Schirmherr des Benefiz-Golfturniers in Willich: Herman van Veen.

Schauspieler Michael Lesch (l. Zweitplatzierter der Bruttospieler) beim Handschlag mit Handballtrainer Heiner Brand.

Lübke, Kurt (kul), Bild 1 von 2

Der Schirmherr des Benefiz-Golfturniers in Willich: Herman van Veen.

Willich. Comedian mit Handicap trifft auf Schauspieler und Frauenschwarm. Handball-Weltmeister tauscht Ball gegen Schläger. Da war ganz schön was los am Wochenende. Denn nicht nur beim Poloturnier in Willich stellten Prominente mit Schläger und kleinem weißen Ball ihre Sportlichkeit unter Beweis.

Eine hohe „Promidichte“ gab es auch auf dem Golfplatz Duvenhof. Moderator Bernd Stelter, Handballer Heiner Brand, Schauspieler Michael Lesch, seine Kollegin Katharina und andere – sie alle traten beim großen „Herman van Veen-Charity Cup“ an – und schlugen ab. Golfball für Golfball, von Loch zu Loch.

Orangefarbene Oberteile als Zeichen für Verständigung

Es war das sechste Benefiz-Turnier. Golf-typisches Karomuster war diesmal modisch nicht gefordert. Stattdessen traten die Spieler einheitlich im Uni-Look an. Das Orange geht auf das Engagement des Schirmherrn, des niederländischen Liedermachers Herman van Veen, um die deutsch-niederländische Verständigung zurück. Vom ersten Abschlag ging es über die gesamte Golfanlage bis zum letzten der 18 Löcher. Insgesamt 140 Teilnehmer erlebten ein Turnier bei bestem Wetter.

Herman van Veen machte dabei immer wieder deutlich, wie wichtig ihm der Schutz von Kindern ist. „Mein Traum ist, dass alle Kinder die Rechte haben, die sie eigentlich haben müssen“, sagte der Sänger. Probleme wie Kinderarbeit oder Armut seien immer noch aktuell. „Wenn Eltern davon hören, müssten die doch wahnsinnig werden“, findet er. Durch Handys und Internet würde zwar die ganze Welt von den Problemen erfahren, aber trotzdem werde zu wenig getan.

Der Erlös des Charity Cups wird in den Bau des Alfred J. Kwak-Hauses in Goch gesteckt. Dort sollen Kinder, die krankheitsbedingt an Maschinen gebunden sind, Urlaub machen können. „Die Kinder wissen oft noch nicht mal, was Urlaub ist“, so van Veen.

Erlös von 2010 noch einmal deutlich gesteigert

Die Grundsteinlegung für das Areal, direkt am Kesseler See gelegen, fand bereits statt. Im Herbst soll der Bau, durch den Charity Cup mitfinanziert, beginnen. Am Abend des Turniers fand eine Versteigerung für den guten Zweck statt. Vor zwei Jahren waren 240 000 Euro zusammengekommen. Das Ergebnis von Auktion und Spenden wurde diesmal übertroffen: 325 000 Euro wurden erzielt.

Der Comedian mit Handicap bewies Schlagfertigkeit auf dem Golfplatz: In der Wertung der sogenannten Nettospieler kam Bernd Stelter mit Spielpartner Hans-Jürgen Kelbsch auf Platz eins.

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