Mindestens elf Autos wurden bei der Brandstiftung am Samstag zerstört oder beschädigt. Wer hat etwas gesehen?

Mindestens elf Autos wurden bei der Brandstiftung am Samstag zerstört oder beschädigt. Wer hat etwas gesehen?
Es brannte heftig in dem großen Carport der Wohnanlage an der Parkstraße in Willich.

Es brannte heftig in dem großen Carport der Wohnanlage an der Parkstraße in Willich.

Dass diese Autos Totalschaden sind, sieht man sofort. Auch sie wurden Opfer der Brandstifter-Attacke vom vergangenen Samstag an Burg- und Parkstraße.

Polizei, Bild 1 von 2

Es brannte heftig in dem großen Carport der Wohnanlage an der Parkstraße in Willich.

Willich. Treibt ein Feuerteufel in Alt-Willich sein Unwesen? Oder sind ein paar verrückte Zeitgenossen unterwegs, die öffentlich etwas Krawall schüren möchten? Diese Fragen stellt sich nicht nur die Polizei, sondern auch die Willicher, die in der Nacht zum Samstag mitbekommen haben, dass mindestens elf Autos gebrannt haben (WZ berichtete).

„Das ist wirklich kein Kavaliersdelikt mehr.“

Antje Heymanns, Pressesprecherin der Kreispolizei

„Die Ermittlungen laufen“, bestätigt Antje Heymanns, Pressesprecherin der Kreispolizei. Ein Motiv sei – Stand gestern Nachmittag – nicht zu erkennen. Fest stehe indes, dass es sich um Brandstiftung handele. Wie die Täter genau vorgegangen sind und ob sie einen Brandbeschleuniger nutzten, dazu wollte die Polizistin mit Blick auf die laufenden Untersuchungen nicht sagen.

Ein Blick auf den Stadtplan enthüllt jedoch, welchen Weg der oder die Täter nahmen. Zunächst wurden in einem Innenhof an der Burgstraße mehrere Autos angesteckt. Dann mussten die Täter über einen Zaun klettern und konnten durch den Park zur Parkstraße laufen.

In der Nähe des Hotels liegt eine Anlage für betreutes Wohnen. Unter dem großen Carport brannten wenig später weitere acht Autos. Die Feuerwehr, die mit dem Löschzug Willich und einem Einsatzfahrzeug aus Anrath vor Ort war, alarmierte zusätzlich die Wehr aus Schiefbahn. Der angerichtete Schaden geht (mit Sicherheit) deutlich in den sechsstelligen Bereich.

„Das ist wirklich kein Kavaliersdelikt mehr“, sagt Antje Heymanns. Ihre Kollegen sind derzeit damit beschäftigt, Nachbarn und Anwohner zu fragen, ob sie etwas gesehen oder mitbekommen haben. Außerdem würden nun die Autos von Sachverständigen untersucht. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar“, sagt Heymanns. Mit „Anschwärzen“ habe das nichts zu tun.

Sie nennt ein Beispiel: „Vielleicht hat jemand einen Bekannten gesehen. Und möglicherweise hat der etwas beobachtet. Für uns wäre es viel wert, wenn wir dann mit ihm reden könnten.“ Oder: „Manchmal kocht ein Streit in einer Kneipe hoch oder jemand prahlt mit einer Tat.“ Und so viele Menschen seien gegen 1.20 Uhr schließlich nicht mehr unterwegs.

Dass die Taten heftig waren, bestätigt Feuerwehrchef Thomas Metzer. „Das ist gewaltig. Ein brennendes Auto hat die Energie eines in Flammen stehenden Wohnzimmers.“

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