Stadtarchiv, Heimatfreunde und St. Bernhard-Gymnasium haben eine Bildungspartnerschaft geschlossen.

vertrag
Gute Laune bei der Vertragsunterzeichnung zur Bildungspartnerschaft im „Kamps Pitter“. Zum Stift gegriffen haben (v.l.) Margret Peters (St. Bernhard), Ernst Kuhlen (Heimatverein) und Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger (Stadt). Dahinter (v.l.) Stefan Achenbach (Lehrer am St. Bernhard), Udo Holzenthal (Stadtarchiv) und Bernd-Dieter Röhrscheid (Heimatverein).

Gute Laune bei der Vertragsunterzeichnung zur Bildungspartnerschaft im „Kamps Pitter“. Zum Stift gegriffen haben (v.l.) Margret Peters (St. Bernhard), Ernst Kuhlen (Heimatverein) und Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger (Stadt). Dahinter (v.l.) Stefan Achenbach (Lehrer am St. Bernhard), Udo Holzenthal (Stadtarchiv) und Bernd-Dieter Röhrscheid (Heimatverein).

Kurt Lübke

Gute Laune bei der Vertragsunterzeichnung zur Bildungspartnerschaft im „Kamps Pitter“. Zum Stift gegriffen haben (v.l.) Margret Peters (St. Bernhard), Ernst Kuhlen (Heimatverein) und Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger (Stadt). Dahinter (v.l.) Stefan Achenbach (Lehrer am St. Bernhard), Udo Holzenthal (Stadtarchiv) und Bernd-Dieter Röhrscheid (Heimatverein).

Schiefbahn. Tinte trocken, Vertrag unterschrieben: Das St. Bernhard-Gymnasium, die Heimat- und Geschichtsfreunde Schiefbahn und das Stadtarchiv haben am Dienstag im Heimatmuseum „Kamps Pitter“ eine „Kooperationsvereinbarung Bildungspartnerschaft Museum, Archiv und Schule“ geschlossen.

Das vom Land geförderte Projekt soll Jugendliche für das Thema Geschichte begeistern.

Schüler sollen selbst in der Geschichte forschen

„Wir brauchen Forscher-Nachwuchs. Und wo sonst könnte man ihn besser rekrutieren, als in der Schule?“, fragt Stadtarchivar Udo Holzenthal. Archiv und Museum wollen deshalb gemeinsam die Vermittlung der (Willicher) Geschichte am St. Bernhard unterstützen.

In einem nächsten Schritt geht es darum, die Schüler zu motivieren, selbst forschend tätig zu werden, zum Beispiel in Fach- und Projektarbeiten. „Dadurch werden die Jugendlichen gleichzeitig gefördert und gefordert“, erklärt die zuständige Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger. „Viele fangen bei solchen Arbeiten Feuer“, ergänzt Schulleiterin Margret Peters.

Die Voraussetzungen sind ideal: Gymnasium, Museum und Archiv liegen auf dem gleichen Gelände, sind nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Außerdem stellt das Archiv ein komplettes Beratungspaket zur Verfügung: Die Schüler bekommen Hilfe bei der Themenwahl, ihnen werden Zeitzeugen sowie Materialien vermittelt und der Lesesaal des Archivs steht ihnen zur Verfügung.

Das Projekt in Schiefbahn gehört zur landesweiten Initiative „Bildungspartner NRW - Archiv und Schule“. Landesregierung und kommunale Spitzenverbände wollen damit gemeinsam das Lernen stärken. Die „Medienberatung NRW“ koordiniert die Initiative landesweit. Die Schiefbahner Partnerschaft ist die einzige mit drei Projektpartnern.

Nach einer Phase der Praxiserprobung soll die Bildungspartnerschaft in das Schulprogramm aufgenommen werden.

Das Museum bietet Führungen an und stellt auch sein eigenes Archiv bereit. „Darin finden sich auch viele Schülerarbeiten aus der Vergangenheit“, verrät Ernst Kuhlen, Vorsitzender des Heimatvereins. Nicht zuletzt bietet das Stadtarchiv Praktikumsplätze und zweimal jährlich ein Methodentraining an.

Wie wichtig das ist, macht Schulleiterin Margret Peters klar: „Die Schüler lernen die ursprüngliche historische Arbeit kennen.“ Die wiederum mit der Oberflächlichkeit der modernen Medienwelt und dem schnellen Kopieren irgendwelcher Texte nichts zu tun habe.

Bernd-Dieter Röhrscheid, ehemals Lehrer am Gymnasium, macht die Notwendigkeit gründlicher Quellenarbeit deutlich: „Bei dem Projekt Stolpersteine mit einer zehnten Klasse haben die Schüler festgestellt, dass viele Historiker einfach nur voneinander abgeschrieben haben – auch die Fehler.“

Auch das Anrather Gymnasium könnte sich anschließen

Betreut wird das Projekt Bildungspartnerschaft von Vertretern der drei Vertragspartner. Auf Seiten der Stadt ist dies Udo Holzenthal, Mario Harperscheidt und Stefan Achenbach vertreten das Gymnasium, für die Heimatfreunde macht Bernd-Dieter Röhrscheid mit. Sie wollen sich regelmäßig treffen, um konkrete Maßnahmen zu vereinbaren.

Angelegt ist die Zusammenarbeit zunächst auf zwei Jahre – Verlängerung nicht ausgeschlossen. Auch das Lise-Meitner-Gymnasium in Anrath hat laut Ernst Kuhlen schon Interesse signalisiert.

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