Dieter Lambertz begrüßt Papier des Kämmerers, Uli Winkler eine Erklärung der Grünen.

Die Alleeschule wird zum Zankapfel der Parteien. Foto: Archiv
Die Alleeschule wird zum Zankapfel der Parteien. Foto: Archiv

Die Alleeschule wird zum Zankapfel der Parteien. Foto: Archiv

Reimann, Friedhelm (rei)

Die Alleeschule wird zum Zankapfel der Parteien. Foto: Archiv

Anrath. Der Streit um die Alleeschule geht weiter. CDU-Ratsherr Dieter Lambertz begrüßte Freitag ein Info-Papier von Willy Kerbusch für die Ratsfraktionen. Darin erklärt der Kämmerer, dass der städtische Haushalt bis 2018 keinen Spielraum biete, ein Bürgerhaus zu tragen. Uli Winkler (SPD) sieht sich dagegen durch eine Erklärung der Grünen bestätigt. Diese hatten gefordert, die Verkaufsverhandlungen zu beenden, wenn bis Ende 2013 kein Investor gefunden werde.

„Es freut mich, dass der Kampf der SPD für ein Bürgerhaus sowohl von der Bürgerinitiative Anrather Köpfe, als auch von den Grünen aufgegriffen wird“, sagt Winkler. Jetzt sei es an der Zeit, dass sich auch die „schwarze Mehrheit“ bewege. Er schlägt vor, die Verkaufsverhandlungen auszusetzen. Die Zeit könne man nutzen, um sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und zu überlegen, wie man die Alleeschule im Sinne der Bürger nutzen könne.

„Bisher haben CDU und Verwaltung stets nach Gründen gesucht, warum das Gebäude verkauft werden muss. Jetzt könnte man endlich nach Gründen suchen, warum und wie es für die Bürger erhalten werden könnte“, so Winkler.

Willy Kerbusch hat ausgerechnet, dass es durch ein Bürgerhaus zu einer jährlichen Belastung für den Haushalt der Stadt in Höhe von 200 000 Euro komme. Grundsätzlich sei aber auch die Übernahme des Gebäudes durch einen Verein möglich. Es könnten zum Beispiel 1100 Anteilsscheine zu 1000 Euro ausgegeben werden. Den Rest müsse man über Kredite finanzieren.

Dieter Lambertz lobt das Kerbusch-Papier. Er gehe aber weiter von einem Verkauf der Schule aus, so wie vom Stadtrat beschlossen. Kritik übt Lambertz an der  Befragung am Samstag der Bürgerinitiative zur Zukunft der Schule: Die Fragestellung sei schon so gewählt, dass man eigentlich nur mit „Ich bin für den Erhalt“ stimmen könne. WD

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