In der Hauptstadt treten die Besten des Pangea-Mathe-Wettbewerbs gegeneinander an. Aimee Voerman aus der Stufe 6 des Lise-Meitner ist dabei.

Für ein passendes Foto hat sich Aimee Voerman von der WZ Zahlen für eine Bruchrechnung an der Tafel diktieren lassen. Anspruchsvollere Aufgaben erwarten die Sechstklässlerin des Lise-Meitner-Gymnasiums am 15. Mai in Berlin.
Für ein passendes Foto hat sich Aimee Voerman von der WZ Zahlen für eine Bruchrechnung an der Tafel diktieren lassen. Anspruchsvollere Aufgaben erwarten die Sechstklässlerin des Lise-Meitner-Gymnasiums am 15. Mai in Berlin.

Für ein passendes Foto hat sich Aimee Voerman von der WZ Zahlen für eine Bruchrechnung an der Tafel diktieren lassen. Anspruchsvollere Aufgaben erwarten die Sechstklässlerin des Lise-Meitner-Gymnasiums am 15. Mai in Berlin.

Lübke

Für ein passendes Foto hat sich Aimee Voerman von der WZ Zahlen für eine Bruchrechnung an der Tafel diktieren lassen. Anspruchsvollere Aufgaben erwarten die Sechstklässlerin des Lise-Meitner-Gymnasiums am 15. Mai in Berlin.

Anrath. In der Mathematik geht es im Allgemeinen nicht um ein „Ungefähr“, sondern um Genauigkeit. Das weiß Aimee Voerman aus Neersen, Mathe-Schülerin mit sehr guten Noten, genau.

Manchmal darf’s im Leben aber auch ein „Fast“ sein. „Ich bin fast zwölf Jahre alt“, antwortet die Schülerin des Anrather Lise-Meitner-Gymnasiums auf die Frage nach ihrem Alter. Da schwingt die Vorfreude der Teenagerin auf ihren Geburtstag am 26. Mai unüberhörbar mit.

Fast hätte sie ihn in Berlin feiern können. Dorthin fährt Aimee nächste Woche. Das LMG gibt sogar schulfrei. Das hat einen Grund, einen guten: Aimee hat das Bundesfinale des Pangea-Mathematik-Wettbewerbs erreicht.

„Zwei Stunden in der Woche macht Aimee Mathematik mit Siebtklässlern. Sie braucht ein bisschen Futter.“
Astrid Kampmann, Leiterin des Lise-Meitner-Gymnasiums

Das Stichwort „Pangea“ sagt allen 550 LMG-Schülern der Sekundarstufe I etwas. Sie haben sich den Aufgaben dieses Wettbewerbs gestellt – je nach Grad der Begeisterung fürs Fach – stellen müssen. Viele taten es erfolgreich. „75 Schülerinnen und Schüler haben die Zwischenrunde erreicht“, sagt Astrid Kampmann, Leiterin des Gymnasiums. Sie ist mit dem überdurchschnittlich guten Abschneiden der Anrather Schüler zufrieden.

Aimee ragt heraus. Die Schülerin, die zwei Mathestunden in der Woche mit Siebtklässlern absolviert, hat auch die Zwischenrunde top gemeistert. „Da haben wir in der Hochschule Niederrhein in einem Hörsaal geschrieben“, erzählt Aimee, die trotz ihrer fast zwölf Jahre schon sehr Wettbewerbserfahren ist. An Känguru hat sie schon teilgenommen und zwei Mal an der Mathe-Olympiade. „In der 5. Klasse habe ich die NRW-Runde erreicht, in der Sechsten lief es nicht so gut“, sagt Aimee.

Beim Bundesfinale tritt Aimee mit neun Sechstklässlern an

Persönliches: Aimee Voerman, noch elf Jahre alt, wohnt mit ihrer Familie in Neersen. Die ehemalige Vinhovenschülerin ist nun in der Jahrgangsstufe sechs des Lise-Meitner-Gymnasiums in Anrath. Ihre Lieblingsfächer sind Mathematik Englisch, Französisch und Geschichte. Hobbys hat Aimee einige: Sie spielt Querflöte und Klavier, spielt Tennis beim NTB Neersen und sie reitet.

 

Der Wettbewerb: Das Bundesfinale des Pangea-Mathematik-Wettbewerbs ist am 15. Mai in Berlin. Aimee tritt gegen neun weitere Finalisten aus der 6. Klasse an, die aus ganz Deutschland kommen. Die Preisverleihung findet einen Tag später im Rahmen einer großen Bühnenshow statt. Für die Erst- und Zweitplatzierten dieser Runde geht es dann im europäischen Rahmen weiter.

 

Internet: www.pangea-wettbewerb.de

Sie ist beim ersten Kennenlernen ein zurückhaltendes Mädchen. Den großen Auftritt mag sie nicht. „Ich freue mich auf die schriftlichen Aufgaben“, sagt sie, darauf, dass sie konzentriert für sich rechnen und kombinieren kann. Sie misst ihr Können mit neun weiteren Finalisten aus sechsten Klassen. Sie kommen aus ganz Deutschland.

Aimee wird in Berlin von ihrer Mutter begleitet. „Es gibt ein Programm für die Teilnehmer. Wir machen zum Beispiel eine Stadtrundfahrt.“ Etwas vorbereiten will sie sich auf das Bundesfinale: „Ich gucke mir mal die Aufgaben des Vorjahres an.“

Daumen drücken werden ihr sicher ihre Eltern und ihre Schwester Fleur, die – wie Aimee früher auch – zur Vinhovenschule in Neersen geht, und die Mitschüler und Freunde.

Tabellenaufgaben und Bruchrechnen mag Aimee in der Mathematik am liebsten, Geometrie dagegen nicht. „Ich bin nicht so genau“, sagt Aimee und lächelt wieder ihr bescheidenes Lächeln. Später möchte sie möglicherweise beruflich in Richtung „Astrophysik“ gehen. In diesem Wissensfeld muss ja nicht alles auf den Millimeter genau sein. . .

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