Freunde alter und seltener Fahrzeuge kamen am Haus Bönninghausen in Münchheide voll auf ihre Kosten.

Am Haus Bönninghausen in Willich-Münchheide legten die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye ihre Mittagspause ein.
Am Haus Bönninghausen in Willich-Münchheide legten die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye ihre Mittagspause ein.

Am Haus Bönninghausen in Willich-Münchheide legten die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye ihre Mittagspause ein.

Kurt Lübke

Am Haus Bönninghausen in Willich-Münchheide legten die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye ihre Mittagspause ein.

Willich. Sie waren seit Stunden vielbeachtet unterwegs - die Teilnehmer der 22. Viersener Oldtimerrallye. Das Gelände von Haus Bönninghausen in Münchheide diente am Mittag als Rastplatz, auf dem sich die Fahrer von rund 120 seltenen bis spektakulären Fahrzeugen stärken konnten. Dass sie ihre Suppe in einem Krematorium löffelten, dürften die Oldtimer-Freaks als besonderes Erlebnis verbucht haben.

Michaela Wübbels aus Düsseldorf fuhr als erste in den Innenhof, parkte ihren 80 Jahre alten Ford, Modell A, sicher rückwärts ein - ohne elektronische Piepser. Moderne Technik in Form eines Navigationsgerätes wäre in vielen Fällen nicht schlecht gewesen. Mitorganisator Olaf Vander musste immer wieder mit dem Handy den Weg erklären.

Er hatte keine Orientierungsprobleme und erntete viel Anerkennung für sein traumhaftes Fahrzeug: Hermann-Josef Gerke aus St. Tönis war mit seinem Mercedes 220 S Cabriolet von 1957 vorgefahren, das er vor acht Jahren von einem Freund gekauft hatte. Übrigens: Die Freundschaft besteht immer noch.

Plötzlich ging es Schlag auf Schlag, Oldtimerfreunde kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Ralf Bonten, KfZ-Sachverständiger aus Krefeld, präsentierte seinen cortinagrauen BMW3200 S, Baujahr 1962, auch als "Barockengel" bekannt - es war nach der Restaurierung die erste große Ausfahrt mit dem 160 PS starken Schönling.

Alfons Görgemanns aus Viersen, bekannt als SPD-Politiker, trug roten Schal zu grünem MG Midget. Stolz zeigte er "Vorher-Fotos" seines kleinen Cabrios, das "etwas unter den Armen kneift". Selbst ist die Frau: Michaela Wübbels, Hörgeräteakustikerin und Tochter eines Autowerkstatt-Inhabers, griff zum Werkzeug: "Ich muss die Zündung kontrollieren."

Der imposante Alvis, der Lagonda, Baujahr 1934, mit dem Werner Zöllner über Landstraßen aus Geldern angereist war und das alte, einst in Wuppertal produzierte Motorrad von Wolfgang Kubb aus Schwalmtal waren besondere Attraktionen. Die vergleichsweise jungen Fahrzeuge parkten außen auf dem Gelände. Auch sie waren absolut sehenswert.

Da waren viele 911er, alte Käfer und andere frühere Allerweltsautos wie der Weltkugel-Taunus oder die Ami-Schlitten mit den mächtigen Heckflossen. Eine große Rarität: Der Karmann Ghia Typ 34 von Armin Junker aus Viersen.

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