Initiator der Niederrheinischen Chorstiftung versucht, ein Stiftungsvermögen zu sammeln, um Geld bewilligen zu können.

Hans-Theo Ohlenforst setzt sich für das Brauchtum ein.
Hans-Theo Ohlenforst setzt sich für das Brauchtum ein.

Hans-Theo Ohlenforst setzt sich für das Brauchtum ein.

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Hans-Theo Ohlenforst setzt sich für das Brauchtum ein.

Willich. Er war es leid, dass die kulturtreibenden Vereine unter „permanenter Klammheit“ leiden – und fand zumindest für den Bereich Chorgesang eine Alternative: Der Anrather Hans-Theo Ohlenforst gründete kurzerhand die Niederrheinische Chorstiftung. Das war 2008 und mittlerweile hat er etliche Unterstützer gefunden – etwa die Banken und Sparkassen der Region, die Stadtwerke Willich oder Politiker wie Willichs Bürgermeister Josef Heyes. Aber auch kleinere Unternehmen machen mit. Die Chöre am Niederrhein wie „Frauenpower“ und die „Tonköpfe“ unterstützen die Stiftung ebenfalls.

Ziel ist es, dass Chöre erhalten bleiben und sich weiterentwickeln

Er möchte „Maßnahmen fördern, die die Leistungssteigerung sowie die Erhaltung und Weiterentwicklung von Chören nach sich ziehen“, so Ohlenforst. Derzeit verstärkt er seine Aktivitäten, um ein solides Stiftungsvermögen zu sammeln und dann auch Förderungen bewilligen zu können: Er hat die für eine Eintragung notwendige Summe von 50 000 Euro noch nicht erreicht, ist aber zuversichtlich, 2013 schon erste Zuwendungen an die Chöre im Bereich des Chorverbandes Linker Niederrhein ausgeben zu können.

Ziel der Stiftung ist es, außergewöhnliche Konzerte, Kulturereignisse oder Aktivitäten zur Brauchtumspflege zu fördern – nicht mit großen Beträgen, aber schon 100 oder 200 Euro können für die Organisatoren eine Hilfe sein, sagt Ohlenforst.

Er habe gezielt die Form einer Stiftung gewählt: „Das Kapital ist in dieser Rechtsform besser geschützt“. Mitgründerin der Stiftung ist seine Frau Monika – und auch der Rest der Familie beteiligt sich: Sohn Simon Raphael ist Treuhänder.

Ohlenforst kennt sich mit dem Thema gut aus, er hat als 32-Jähriger aus Spaß am Singen begonnen, in einem Chor mitzuwirken. Als Betriebswirt hat er aber auch immer ein Auge auf die Zukunftsfähigkeit der Chöre gehabt und etwa in seinem Chor, dem MGV Orpheus Anrath, immer wieder Ideen entwickelt, um Geld in die Kasse zu bekommen. Das reicht von der regelmäßigen Chorzeitung bis zur Organisation von Damen-Karnevalssitzungen.

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