Der traditionsreiche Verein "Heimat- und Geschichtsfreunde Schiefbahn" tauscht künftig den Namen Schiefbahn gegen Willich. Er hat ambitionierte Pläne.

Ernst Kuhlen führt die Geschichts- und Heimatfreunde.
Ernst Kuhlen führt die Geschichts- und Heimatfreunde.

Ernst Kuhlen führt die Geschichts- und Heimatfreunde.

Lübke, Kurt (kul)

Ernst Kuhlen führt die Geschichts- und Heimatfreunde.

Schiefbahn. Der Vereinsname „Heimat- und Geschichtsfreunde Schiefbahn“ ist bald Geschichte: Auf der Mitgliederversammlung am Samstagnachmittag wurde ohne eine einzige Gegenstimme und bei nur einer Enthaltung ein neuer Name festgelegt: „Heimat- und Geschichtsfreunde Willich e.V.“ So wird der künftige Vereinsregistereintrag lauten.

Der neue Name wird mit folgendem Zusatz versehen: „Gegründet 1950, ehemals Heimat- und Geschichtsfreunde Schiefbahn e.V., Träger des Heimatmuseums Kamps Pitter“. Der Vorsitzende Ernst Kuhlen war sichtlich erleichtert, weiß er doch, wie schmerzlich es für manch älteres Mitglied sein muss, dass ihr Heimatort Schiefbahn nur noch eine Fußnote des neuen Vereinsnamens ist.

Die Änderung ist wohl unvermeidlich angesichts der Pläne, die jetzt vorgestellt wurden. So soll das gegenüberliegende Gebäude zu „Kamps Pitter 2“ ausgebaut werden. „Das ist mit Kosten von rund 460 000 Euro verbunden, ein Drittel werden wir aufbringen müssen, größtenteils in Form von Eigenleistungen“, erklärte Kuhlen. Die restlichen Mittel kommen von der NRW-Stiftung, dem Landschaftsverband Rheinland und der Sparkassenstiftung davon geht Kuhlen fest aus, auch wenn es noch keine verbindlichen Zusagen gibt.

„Die Stadt“, so der Vorsitzende, „ist bereit, eine Patronatserklärung zu unterschreiben“. Darauf legten die Geldgeber in Sinne einer Nachhaltigkeit ihrer Investition wert. In der Erklärung soll geregelt werden, dass die Stadt, sollte der Verein sich aus welchen Gründen auch immer auflösen, einen neuen Betreiber sucht oder selber in die Bresche springt. Vereinsmitglied und Jurist Helmut Fellinger stellte die Satzungsänderungen vor. Da ist nicht nur der neue Name, sondern wird unter anderem geregelt, dass erstmals juristische Personen und Vereinigungen Mitglieder werden können.

Dass der Ortsname „Schiefbahn“ in den Hintergrund tritt, hat einen wichtigen Grund: Der Verein möchte Sammelbecken sein für alle Menschen aus dem gesamten Stadtgebiet, die sich für die Historie interessieren. Bernd-Dieter Röhrscheid verkündete eine weitere Neuigkeit: „Wir planen, eine Geschichtswerkstatt zu eröffnen.“ Interessierte Gruppen sollen zu einzelnen Themen Informationen zusammentragen. Stadtarchivar Udo Holzenthal hätte jede Menge Themenvorschläge und entsprechende Informationen, die nur darauf warteten, aufbereitet zu werden.

Bei den Wahlen wurde Edith Max als 2. Vorsitzende bestätigt, sie übernimmt bis nächstes Jahr zusätzlich die Aufgaben der Schriftführerin von Mara Ring. Der alte und neue Internetbeauftragte heißt Gerd Wynands. Ulrike Stolte löst Rosa Zelic als Beisitzerin ab.

Am 31. Januar steht um 16 Uhr der Mundartnachmittag auf dem Programm, am 9. Februar um 15 Uhr spricht Dr. Helmut Fellinger zum Thema „Gerichtsbarkeit früher“, am 27. Februar wird ab 15.11 Uhr Altweiber im Kamps Pitter gefeiert. rudi

Interessierte sind eingeladen, unverbindlich am 17. Februar um 19 Uhr zu einer entsprechenden Informationsveranstaltungin in das Museum Kamps Pitter zu kommen.

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