Heinz van den Brock von Naturschutzbund erklärte anschaulich, wie man lästige Insekten austricksen kann.

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Der Umweltschützer Heinz van den Brock hat im Naturerlebnisgarten mit zwei Mitstreitern einen Backofen aus Ziegelsteinen gebaut.

Der Umweltschützer Heinz van den Brock hat im Naturerlebnisgarten mit zwei Mitstreitern einen Backofen aus Ziegelsteinen gebaut.

Kurt Lübke

Der Umweltschützer Heinz van den Brock hat im Naturerlebnisgarten mit zwei Mitstreitern einen Backofen aus Ziegelsteinen gebaut.

Neersen. Natur hautnah erleben - das konnten Besucher an der Eva-Lorenz-Umweltstation im Schlosspark: Der Naturschutzbund (Nabu) Willich hatte die Gartenpforte zum kleinen Erlebnisgarten geöffnet.

Heinz van den Brock stellte dort die neueste Errungenschaft vor: einen kleinen Backofen, in dem schon bald Brot, Pizza oder Pflaumenkuchen gebacken werden kann.

Der 62-jährige Umweltschützer van den Brock hat den Backofen aus roten Ziegelsteinen gemeinsam mit Udo und Stefanie Hormes gebaut. "Noch fehlen die Kaminhaube, die Tür und einige Riegel", erzählte der Willicher. Aber vor der nächsten Nabu-Versammlung am 26. August um 19 Uhr soll der erste Teig in den Ofen geschoben werden.

Der Projektingenieur van den Brock hat neben seiner Nabu-Arbeit aber noch andere Aufgaben: So ist er der "Ameisenschutzwart" in NRW, kümmert sich um den Fortbestand der seit 1792 geschützten Waldameise. "Zuletzt haben wir Millionen von Ameisen aus der Nähe eines Wohnhauses bei Wegberg in einen benachbarten Staatsforst gebracht", sagt er.

Und weiß auch, was zu tun ist, wenn man sich daheim von Ameisenstraßen belästigt fühlt: "Die Tiere orientieren sich bei ihren Wanderungen am Geruch der Königinnen; es gibt ein Spray, das diesen Duft neutralisiert." Dadurch würden Ameisen die Orientierung verlieren und sich andere Laufstrecken suchen.

Die Umweltstation hat auch für Kindergärten und Schulen geöffnet

Infos zum Erlebnisgarten gibt’s telefonisch bei Monika Wagner unter 0178/2057692.

Im Erlebnisgarten können auch andere Tiere beobachtet werden: Dort leben Hummeln, Hornissen, Bienen und Kröten. In Tothölzern und Bambusrohren haben sie ein Zuhause gefunden.

Nabu-Vertreter erklärten beim Tag der offenen Tür in diesem Zusammenhang, was es mit dem speziellen Wildbienen-Hotel, der Hornissen-Herberge oder der multifunktionalen Nistkastenwand auf sich hat.

An jedem zweiten Sonntag im Monat kann der Garten besichtigt werden. Dann wird auch der Nutzen der dort wachsenden giftigen Pflanzen erläutert, wie etwa Tollkirsche, Roter Fingerhut, Maiglöckchen oder Goldregen.

Die Umweltstation ist auch für Kindergärten und Schulen geöffnet, außerdem können dort Kindergeburtstage gefeiert werden. Näheres erfährt man im Gespräch mit Monika Wagner. Gemeinsam mit Pia Kambergs werden in der Umweltstation zahlreiche Aktivitäten durchgeführt. E

in Wunsch der beiden Mitarbeiterinnen, der Backofen, wurde bereits erfüllt. "Schön wäre auch ein Barfußpfad, der mit Gras, Kies, Mulch, Sand oder Moos ausgelegt werden könnte." Vielleicht geht dieser Wunsch bald in Erfüllung.

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