Die Polizei warnt vor Betrugs-Masche.

Neersen. Mit der altbekannten „Klemmbrett-Bettelmasche“ haben vergangenen Donnerstag Trickdiebinnen die Hilfsbereitschaft eines 88-jährigen Mannes ausgenutzt. Die Frauen bedrängten den Senior auf der Malteserstraße und drängten ihn, einen kleinen Geldbetrag zu spenden. Nachdem sie den Senior mit aggressivem Betteln zum Spenden überredet hatten, „halfen“ die Frauen ihm, die Münze aus seiner Geldbörse zu holen und fingerten dabei unbemerkt 120 Euro in Scheinen heraus. Der alte Herr war kurz zuvor bei der Bank gewesen und hatte das Geld abgehoben.

Er hatte die Berichterstattung zu einem Fall in Anrath gelesen und war deshalb am Montag zur Polizei gegangen. Der Rentner gab an, dass die Bettlerinnen aus Anrath dieselben gewesen sein dürften, die auch ihn bestohlen hätten.

Niemals das Portmonee ziehen, wenn Bettler in der Nähe sind

Einmal mehr warnt die Polizei vor den Tricks der Diebe und Betrüger. „Seien Sie sehr vorsichtig und misstrauisch, wenn sie auf der Straße um eine Geldspende oder um Geldwechseln gebeten werden“, sagt Pressesprecherin Antje Heymanns. Bevorzugt würden ältere Menschen als Opfer auserwählt. „Achten Sie schon beim Geldabheben auf verdächtige Personen in Ihrem Umfeld oder auf solche, die Ihnen folgen. Nehmen Sie nie im Beisein von Bettlern Ihre Geldbörse heraus, um nach Münzen zu suchen.“

Wer dazu neige, Geld zu spenden, sollte am besten immer ein paar kleine Münzen lose in der Kleidung griffbereit haben. Im Zweifelsfall: „Scheuen Sie sich nicht, Passanten oder Bankenmitarbeiter um Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam zu machen, wenn Sie ein seltsames Gefühl haben“, so Heymanns.

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