Der Umbau von St. Maria in Neersen wird konkret. Im März 2011 geht es los. Und: Das Land hat auf Antrag der Stadt Willich die Beteiligung an der Finanzierung zugesagt.

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Die Neersener Pfarrkirche St. Maria ist 1962 geweiht worden. Sie steht auf dem Gelände des einstigen Minoritenklosters.

Die Neersener Pfarrkirche St. Maria ist 1962 geweiht worden. Sie steht auf dem Gelände des einstigen Minoritenklosters.

Kurt Lübke

Die Neersener Pfarrkirche St. Maria ist 1962 geweiht worden. Sie steht auf dem Gelände des einstigen Minoritenklosters.

Neersen. Weihnachten wird noch in St.Maria gefeiert. Und auch der Firmung am Samstag, 12. Februar, mit Weihbischof Johannes Bündgens steht dort nichts im Wege. Ab 13. Februar bleibt das Gotteshaus aber für etwa 18 Monate geschlossen. Unter seinem Dach entstehen dann eine neue Kirche mit Pfarrzentrum, Bücherei, Büros und viele Besprechungs- und Gruppenräume.

Bereits vor zwei Jahren hatte Architekt Paul Elmar Sommer aus Monschau der 3300-Seelen-Gemeinde erstmals die Umbaupläne vorgestellt. Jetzt kam es zu einer Wiederholung: Was damals nur eine Machbarkeitsstudie auf der Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für Kirchen war, hat mittlerweile konkrete Formen angenommen.

Und wichtiger noch: Das Land hat auf Antrag der Stadt Willich die Beteiligung an der Finanzierung zugesagt. "Vor zwei Wochen ist die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt worden", erläutert Bernd Schepers, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Eingang wird an die Hauptstraße verlegt

Bei einer kurzfristig einberufenen Gemeindeversammlung erläuterte Sommer am Wochenende nochmals seine Pläne. "Das Grundkonzept bleibt gleich, viele Details stehen jetzt aber erst fest", sagt der im Kirchenbau sehr erfahrene Architekt.

Danach soll der Eingang zur Hauptstraße verlegt werden. Von dort gelangt man dann durch eine kleine Kapelle zum neu gestalteten Kirchenraum; ein neuer Altar rückt nach vorne, im Halbkreis darum versammeln sich die Kirchenbesucher. Auch ein neuer Zugang zur derzeitigen Werktagskapelle wird drinnen geschaffen.

Das Neersener Gotteshaus St. Maria ist 1962 geweiht worden.

Da der Sakralbau mittlerweile zu groß geworden ist und die Kosten für Heizung und Reparaturen hoch sind, kam im Kirchenvorstand die Idee zum Umbau auf: Die Kirche soll Gotteshaus und Gemeindezentrum unter einem Dach vereinen.

Architekt Elmar Paul Sommer hat für den Umbau Kosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro kalkuliert. Das Land gewährt einen Zuschuss von rund der Hälfte. Hinzu kommen Mittel des Bistums und eigene Gelder. So soll das 3.300 Quadratmeter große Grundstück verkauft werden, auf dem das baufällig Pfarrzentrum "Die Brücke" steht. Pfarrer Markus Poltermann: "Erste Kontakte mit Interessierten sind da."

"Wir können noch Hilfen beim Ausräumen der Kirche und Gemeindemitglieder mit handwerklichem Geschick gebrauchen", sagt Bernd Schepers vom Kirchenvorstand. Er ist unter Telefon 02156/6641 erreichbar.

Der jetzige vordere Bereich wird zu einer Versammlungsstätte ausgebaut und ist dann durch einen neuen Eingang von der Ostseite her zu erreichen. Teilweise werden im Kirchenraum drei Ebenen geschaffen, in der Mitte und oben sind unter anderem sieben Gruppenräume, Pfarrbüro, Platz fürs Archiv und Lager, für die Kleiderkammer oder kleinere Sitzungssäle vorgesehen.

Die Bücherei kommt auf die derzeitige Orgelbühne. Auch die Caritas-Pflegestation hat schon ihren Wunsch geäußert, einige Räume mit benutzen zu dürfen.

"Sorgen Sie bitte bei der Neugestaltung dafür, dass die Kirche nicht wie bisher wie ein Schwimmbad, sondern auch optisch wie eine Kirche aussieht", wünschten sich gleich mehrere Gemeindemitglieder. Andere erhofften sich endlich einen Kirchturm. "Nicht zu finanzieren", stellte dazu Pfarrer Poltermann klar.

Baubeginn wird Ende März sein, vorher muss die Kirche noch ausgeräumt werden. Während der Bauphase sind die Gottesdienste im Pfarrzentrum. Welche Räume bei den großen Heiligen Messen zu Weihnachten, Ostern und zur Erstkommunion genutzt werden können, wird der Pfarrgemeinderat noch klären.

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