Im Neersener Schlosspark lernen Kinder die Welt der Insekten kennen.

Naturschutzbund
Zusammen mit Wildbienenexpertin Elke Kamper suchen die Kinder nach Materialien für ein Wildbienenhotel.

Zusammen mit Wildbienenexpertin Elke Kamper suchen die Kinder nach Materialien für ein Wildbienenhotel.

Kurt Lübke

Zusammen mit Wildbienenexpertin Elke Kamper suchen die Kinder nach Materialien für ein Wildbienenhotel.

Neersen. Sie sind ganz wild auf Bienen – auf Wildbienen: Zehn Naturfreunde im Grundschulalter bildeten die „Nabu-Forscherbande“. Im Neersener Schlosspark lassen sie sich insgesamt sechs Mal in die Welt der Wildbienen entführen.

Naturerlebnispädagogin Elke Kamper versteht es, die Kids zu begeistern – und ist ihrerseits von den kleinen Naturfreunden begeistert: Durch ihr großes Interesse machen sie ihr die Arbeit leicht. Simon (9) aus Neersen kam mit Rucksack und Gummistiefeln zum Treffpunkt, der Eva-Lorenz-Umweltstation. „Ich interessiere mich für alles, was mit Natur zu tun hat, und Bienen sind für mich ganz faszinierende Tiere“, sagt der Junge, der zu Hause Meerschweinchen und Fische hat. Tashi (7), ebenfalls aus Neersen, teilt diese Liebe zur Natur. Sofias Eltern stammen aus Afghanistan. Das Mädchen (8) war ebenfalls ganz bei der Sache.

Wissen vermitteln und praktische Übungen

Elke Kamper blickte in durchweg überdurchschnittlich aufgeweckte Gesichter. Und sie wunderte sich nicht, dass die Kinder so viele Wildbienennamen vom ersten Treffen behalten hatten – insgesamt gibt es 560 Wildbienenarten. Simon weiß, dass besonders ihre Bestäubungsleistung bemerkenswert ist und für eine gute Apfelernte sorgt.

Die Naturerlebnispädagogin sorgte für Abwechslung: Erst ein bisschen Wissen vermitteln und abfragen, dann eine praktische Übung: Im Schlosspark Material sammeln wie Äste, Zweige und Blüten, um die „Inneneinrichtung“ einer Röhre eines Wildbienenhotels nachzubauen mit vier Kammern, die im Original mit Blütenpollen, auch Bienenbrot genannt, voneinander getrennt werden.

In die vorderste Kammer wird bewusst kein Ei gelegt, weil die Gefahr groß wäre, dass Vögel es aufpicken könnten.

Hotels bekommen ausgefallene Namen

Die Nabu-Forscherbande ist ausgebucht. Morgen startet jedoch ein neuer Kurs in der Eva-Lorenz-Umweltstation: Für „Die Schlossbande“ sind noch Plätze frei. Jede der acht Doppelstunden für Kinder im Grundschulalter hat ein anderes Motto.

Anmeldungen und Infos bei Gabi Weber, Tel. 02151/ 618700, Jack Sandrock, Tel. 02154/70279, oder im Internet:

www.nabu-willich.de

Im Garten des Nabu sahen die Kids später ein großes Wildbienenhotel. Ihren Eigenkonstruktionen gaben die jungen Teilnehmer ausgefallene Namen wie „Wildbienens Raumstation“ oder „Wildbienenhotel Schlüpf“. Elke Kamper (48) aus Mönchengladbach, die auch als Kinderliedermacherin arbeitet, möchte nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch die Kreativität anregen: Dies geschah unter anderem mit dem „Märchen aus dem Beutel“: Kinder griffen Gegenstände aus einem Stoffbeutel und rankten darum eine Geschichte. Morgen geht’s weiter.

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