In Willich läuft seit Montag das Pilotprojekt. Rund 20 Händler machen mit.

Finanzen
Björn Jüngerkes, Bürgermeister Heyes und Dirk Franzmeyer (v. l.) bei der Vorstellung des neuen Bezahlsystems.

Björn Jüngerkes, Bürgermeister Heyes und Dirk Franzmeyer (v. l.) bei der Vorstellung des neuen Bezahlsystems.

Reimann

Björn Jüngerkes, Bürgermeister Heyes und Dirk Franzmeyer (v. l.) bei der Vorstellung des neuen Bezahlsystems.

Willich. „Wir werden das System jetzt in den Willicher Stadtteilen so richtig bekanntmachen“, sagte am Montag Dirk Franzmeyer, Vorstandsprecher der biw AG. Der Banker hat gerade ein Smartphone in der Hand, aus der mit wenigen Klicks eine mobile Geldbörse werden kann. Denn nach entsprechender Registrierung und nach dem Download einer speziellen App kann zukünftig bei ausgewiesenen Händlern das Taxi, die Pizza, das Eis oder das Vier-Gänge-Menue mit dem Smartphone bezahlt werden. In Zusammenarbeit mit der ebenfalls in Willich beheimateten Xcom AG wurde das mobile Bezahlsystem „kesh“ entwickelt, das am Montag offiziell an den Start ging.

Nach einem viermonatigen Feldversuch, an dem sich rund 20 Händler größtenteils aus Alt-Willich beteiligten, darunter Bäckereien, Metzger, Restaurants oder Spielwarenhändler, gehen die Verantwortlichen mit dem Projektleiter Björn Jüngerkes jetzt daran, das Pilot-Projekt zu erweitern, möglichst landes- und bundesweit.

Am Montag ließ sich auch Willichs Bürgermeister Josef Heyes als neuer Kesh-Kunde registrieren. Ihm war kürzlich bei einem Rom-Urlaub in der überfüllten Straßenbahn seine Brieftasche mit allen Kreditkarten gestohlen worden. Hätte es dort schon kesh gegeben, hätte er wenigstens mit seinem Smartphone kleinere Transaktionen erledigen können.

Bürgermeister Heyes gratuliert zur innovativen Idee

Aber auch größere Überweisungssummen sind möglich, wenn man sich bei der biw AG legitimieren lässt. „Wir garantieren nicht nur für die Einhaltung aller bankenüblichen Sicherheitsstandards, sondern auch eine reibungslose Abwicklung der Zahlungen über unser Banksystem“, sagte Dirk Franzmeyer.

Im Vergleich zu den herkömmlichen Kreditkarten würden die Gebühren für die Händler gering ausfallen; auch bei den möglichen Transaktionen von Privatmann zu Privatmann liege die Gebühr weit unter denen einer SMS. „Je nach Umsatz zwischen einem und neun Cent“, erläuterte Björn Jüngerkes. Gebühren für den Bezahlvorgang beim Händler fallen hingegen für den Kunden nicht an.

Bürgermeister Heyes gratulierte den Vertretern von biw AG und Xcom AG zu dieser „guten und innovativen Idee“. Mit dabei war unter anderem neben Willichs Wirtschaftsförderern die Managerin des Willicher Freizeitbades „De Bütt“, Simone Küppers, die ebenfalls zu den mitmachenden Betrieben gehört.

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