Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Klein-Jerusalem freuen sich über konstante Besucherzahlen und den Einbau einer neuen Heizungsanlage. Der Verein steuert eine LED-Lichtanlage bei.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Klein-Jerusalem freuen sich über konstante Besucherzahlen und den Einbau einer neuen Heizungsanlage. Der Verein steuert eine LED-Lichtanlage bei.
Die Kapelle Klein-Jerusalem wurde 1660 fertiggestellt. Sie ist eine beliebte Pilgerstätte. Archiv

Die Kapelle Klein-Jerusalem wurde 1660 fertiggestellt. Sie ist eine beliebte Pilgerstätte. Archiv

Reimann

Die Kapelle Klein-Jerusalem wurde 1660 fertiggestellt. Sie ist eine beliebte Pilgerstätte. Archiv

Neersen. Brigitte Vander wurde jetzt bei der Mitgliederversammlung für weitere zwei Jahre im Amt der Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Kapelle Klein-Jerusalem bestätigt. Sie ist bereits seit 26 Jahren in dieser Position. Wiedergewählt wurden auch Schatzmeister Markus Caspers, Beisitzer Wolfgang Peter und der Sachverständige für Bauwesen, Reinhard Inderfurth.

Auch sonst scheint alles rund zu laufen: Die Zahl der Besucher der Kapelle Klein-Jerusalem ist seit Jahren konstant, sie liegt im Schnitt bei jährlich knapp 6000, das war in 2016 nicht anderes. Der Verein hatte 31 Führungen angeboten. Allein zur Sternwallfahrt der Matthias-Bruderschaften waren rund 1000 Menschen gekommen. Allein aus diesen Grund dürfte es sich schon gelohnt haben, die Skulptur „St. Matthias“ restaurieren zu lassen. Neben dieser Skulptur waren auch die „Maria mit Kind“, „Franziskus“ und „Antonius von Padua“ restauriert worden. An den Kosten von 1600 Euro hatte sich die Stadt mit einem Zuschuss beteiligt.

Die Mitglieder des Vereins – es sind aktuell 113 – freuen sich, dass „ihre“ Kapelle eine neue Heizung bekommen soll – dafür ist allerdings die Pfarre zuständig. Der Verein wird dagegen den Großteil der Kosten für eine neue, moderne LED-Lichtanlage für die Oberkapelle übernehmen – es geht um gut 13 000 Euro.

Neue Skulptur für den Nepomuk-Stein

Reinhard Inderfurth erklärte den Vorteil, den man neben dem geringeren Stromverbrauch erwartet: „Die bestehenden Beleuchtungskörper strahlen das Licht im Wesentlichen nach oben ab, Besucher beklagen immer wieder, dass das Licht zum Lesen im Gesangbuch nicht ausreicht.“ Der Denkmalschutz hat bei diesem Projekt ein Wörtchen mitzureden. Darüber hinaus sind Malerarbeiten in der Oberkapelle erforderlich.

Noch in diesem Jahr soll für den Nepomuk-Stein eine neue Skulptur angefertigt werden. Der Bildhauer Stefan Przibylla aus dem bayrischen Siegsdorf, der den Auftrag bekommen soll, hat den Kapellenverein per Brief darüber informiert, dass er gerade alle Hände voll zu tun hat – die Interessengemeinschaft ist jedoch weiterhin daran interessiert, ihm den Auftrag zu erteilen. Przibylla hatte auch den Kreuzweg an der Kapelle gefertigt.

Schreinermeister Hans Stevens hatte bislang immer die Bänke auf dem Gelände der Kapelle über Winter eingelagert. Er hat sich angekündigt, dies aus Altersgründen nicht länger tun zu können. Was im neuen Jahr unverändert bleiben wird: Die Kapelle Klein-Jerusalem wird wieder jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer