Verwalter des pleite gegangenen Zahnersatz-Discounters ist Rechtsanwalt Peter Houben aus Düsseldorf.

Willich. Mit dem Versprechen „Zahnersatz zum Nulltarif“ hatte ein Unternehmen bundesweit für Furore gesorgt, es nachrichtenmäßig sogar in die Tagesschau geschafft. Die Rede ist von McZahn, das seinen Sitz in Willich und eine größere Praxis im Behnisch-Haus in Krefeld hatte.

2008 hatte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, im August 2010 beging Firmengründer Werner Brandenbusch in Krefeld Selbstmord. Jetzt ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Zum Verwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Peter Houben ernannt. Gläubiger des ehemaligen Zahnersatz-Discounters können sich dort melden.

Brandenbusch war vorgeworfen worden, 900 000 Euro aus der Firmenkasse für sich abgezweigt und die Kassenzahnärztliche Vereinigung um eine ähnliche Summe betrogen zu haben.

Die Firma McZahn hatte damit geworben, dass ein Zahnarzt mit ihrer Lizenz die Vorarbeiten übernehmen sollte, der Zahnersatz dann aber in China hergestellt werden sollte. Beim Letzteren war es dann wohl zu den finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen.

Hochgekommen waren die Vorwürfe im Jahr 2007. Ein ehemaliger Zahntechniker hatte erklärt, dass Bilanzen gefälscht und die Insolvenz verschleppt wurde. Mit dem Tod Brandenbuschs war das Strafverfahren eingestellt worden.

Im Laufe der Firmengeschichte von McZahn hatte sich immer wieder herausgestellt, dass das avisierte Franchise-System nicht wirklich funktionierte. Die Konditionen seien für einen niedergelassenen Zahnarzt völlig unattraktiv, hatte ein Dentist gegenüber der Westdeutschen Zeitung erklärt.

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