Das Vocalensemble Chant du choeur changeant feierte sein Zehnjähriges mit einem begeisternden Konzert in der Kulturhalle.

JUbiläum
Klaudia Kothen (links) begeisterte als Solistin.

Klaudia Kothen (links) begeisterte als Solistin.

Friedhelm Reimann

Klaudia Kothen (links) begeisterte als Solistin.

Schiefbahn. Ein klatschendes, pfeifendes und johlendes Publikum – das ist die Schluss-Beobachtung beim Jubiläumskonzert des Frauenchores Chant du choeur changeant. Unter dem Motto „Musical Forever“ präsentierte der 16-köpfige Chor unter Leitung von Hermannjosef Roosen am Samstagabend in der Kulturhalle Stücke aus verschiedenen Musicals wie „Les Miserables“ oder „Dirty Dancing“.

Seit zehn Jahren besteht der Frauenchor, der schon früh beachtliche Leistungen erbrachte und sich seit 2006 auch „Meisterchor des Sängerbundes NRW“ nennen darf. Recht bald nach Gründung des Schiefbahner „Chant du choeur“ erfolgte der Zusammenschluss mit dem Dülkener Ensemble Weib Things.

Mit Musical-Melodien sorgten die Sängerinnen für Gänsehautgefühl

„Wir haben uns einfach gut ergänzt“, erklärte Hermannjosef Roosen, der schon damals Chorleiter war. „Frauen zusammen zu bringen ist schwierig, das ist ja bekannt, also habe ich mein Bestes gegeben, die Chöre zu vereinen.“ Mit Erfolg, denn die beiden Chöre schlossen sich 2004 unter dem Namen Chant du choeur changeant zusammen und sind nun gemeinsam erfolgreich. Ihr Gesang kann sich hören, ihre Show sich sehen lassen.

Mit Stücken wie „ What a feeling“ aus dem Musical „Miami Nights“ oder „I know him so well“ aus „Grease“ verzauberten die Sängerinnen ihre vielen Zuhörer im Publikum und sorgten immer wieder für Gänsehaut-Feeling.

Zusammen mit glitzernden Outfits und eindrucksvollen Licht- und Nebeleffekten machte der Frauenchor wahrlich den Eindruck, einem Musical entsprungen zu sein. Der Meisterchor präsentierte ein buntes Programm aus vielfältigen Stücken. Mal schnell, mal ruhiger, mal lauter, mal leiser – all das fand sich im Repertoire des Chant du choeur.

„Frauen zusammen zu bringen ist schwierig, das ist ja bekannt, also habe ich mein Bestes gegeben, um die Chöre zu vereinen.“

Hermannjosef Roosen, Chorleiter, über die Fusion von Chant du choer Schiefbahn und Weib Things Dülken

Und natürlich stimmte auch das Bühnenoutfit. So standen beim Querschnitt des Musicals „Sister Act“ 16 Nonnen auf der Bühne. Doch es gab nicht nur Chorbeiträge zu hören. „Wir haben auch ein paar Solistenbeiträge mitgebracht“, so Roosen. So begeisterte unter anderem Klaudia Kothen mit „ All that Jazz“ aus dem Musical „Chicago“ das Publikum.

Zuletzt präsentierten die Sängerinnen, diesmal als Hippies verkleidet, ein Medley aus dem Musical „Mamma Mia“. „Da können Sie doch bestimmt mitsingen, richtig?“, fragte Hermannjosef Roosen das Publikum. Und das sang und klatschte mit Vergnügen zu „Dancing Queen“, „Waterloo“ und mehr.

Für diesen atemberaubenden Abend dankte das Publikum dem Chor mit einem schier endlosen Applaus, Gejohle, Gepfeife und Standing Ovations. Und auch die „Zugabe“-Rufe wurden erhört: Mit „Der Mond ist aufgegangen“ zeigte Chant du choeur, dass er nicht nur Musicals singen kann. Wie ein wahrer Meisterchor eben.

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