Die Vorsterin hat sich überraschend für die Landtagskandidatur beworben. Sie verweist auf einen notwendigen Verjüngungsprozess.

Die Vorsterin Luise Fruhen will Landtags-Kandidatin werden.
Die Vorsterin Luise Fruhen will Landtags-Kandidatin werden.

Die Vorsterin Luise Fruhen will Landtags-Kandidatin werden.

Die Vorsterin Luise Fruhen will Landtags-Kandidatin werden.

Kreis Viersen. Luise Fruhen ist erfahrene Kommunalpolitikerin. Sie ist stellvertretende Landrätin, seit 20 Jahren für die CDU aktiv, 56 Jahre alt, attraktiv und sympathisch. Und jetzt will sie in den Landtag. Völlig überraschend hat sich die Tönisvorsterin am Montag beim Kreisvorsitzenden Marcus Optendrenk beworben.

Und nun haben die Mitglieder der CDU beim Kreisparteitag am Samstag in der Oedter Albert-Mooren-Halle auch im Wahlkreis 51 (Kempen, Tönisvorst, Grefrath, Nettetal, Brüggen, Niederkrüchten) die Wahl zwischen zwei Kandidaten: Bislang stand nur Amtsinhaber Christian Weisbrich aus Nettetal auf dem Vorschlagspapier des Kreisvorstandes. Weisbrich ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Düsseldorf und haushalts- und finanzpolitischer Sprecher.

Zwei Kandidaten gibt es auch bereits im Wahlkreis 52 (Viersen, Willich, Schwalmtal). Hier hat Amtsinhaber Stefan Berger mit Michael Aach einen Gegenkandidaten bekommen. "In beiden Fällen ein normaler demokratischer Vorgang", sagt Kreisvorsitzender Marcus Optendrenk. Entscheiden müsse nun der Kreisparteitag, da habe jedes Parteimitglied eine Stimme.

Die Gegenkandidatur im Wahlkreis 52 hat wohl auch Luise Fruhen bewogen, auf den letzten Drücker noch ihren Bewerbungs-Hut in den Ring zu werfen. "Es ist einiges in Bewegung geraten bei der CDU", sagt Luise Fruhen und verweist auf einen Verjüngungsprozess. Schließlich sei Amtsinhaber Weisbrich auch bereits 68.

Sie sei mehrfach vor allem von CDU-Frauen angesprochen worden, sich zu bewerben. Diese Chance wolle sie nun ergreifen. Nach 20 Jahren Arbeit auf kommunaler Ebene wolle sie nun da Politik machen, wo Entscheidungen für den Kreis Viersen getroffen werden - in Düsseldorf. Noch ist sie unvorbereitet, gesteht die Apothekerin mit Arbeitsplatz im Krankenhaus Neuwerk. In dieser Woche will sie an einer Rede feilen, um den Parteitag von ihrer Kandidatur zu überzeugen.

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