Viel Arbeit für Feuerwehr und Mitarbeiter des Kreis-Bauhofs: Eine erste Bilanz.

Kreis Viersen. Die eisigen Temperaturen haben am Donnerstag zu mehreren Rohrbrüchen geführt. Der Kreisbauhof hatte derweil weiter mit glatten Straßen zu kämpfen.

Für die Freiwillige Feuerwehr Tönisvorst begann der Tag mit einem Rohrbruch im eigenen Haus: Im Feuerwehrgerätehaus in St. Tönis, das derzeit umgebaut wird, war ein Heizungsrohr geborsten und es traten geringe Mengen Wasser aus.

Nur wenige Minuten nachdem die Feuerwehr eine Heizungsbauunternehmen mit der Reperatur beauftragt hatte, musste sie um 7.40 Uhr zu einem Einsatz in der Volksbank-Geschäftsstelle am Rathauspaltz St. Tönis ausrücken. Dort waren nach einem Rohrbruch im Keller mehrere tausend Liter Wasser in einen Aufzugsschacht gelaufen.

Mit Hilfe einer Tauchpumpe gelang es dem St. Töniser Löschzug, der mit 14 Leuten vor Ort war, das Wasser abzupumpen, so dass die Geschäftsstelle am Donnerstag wie gewöhnlich öffnen konnte.

"In den Städten parken überall Autos am Rand."

Dieter Kumstel, zuständig für die Räumung der Kreisstraßen, über die Probleme der Kollegen.

In Krefeld und Mönchengladbach gab es in den letzten Tagen zum Teil massive Beschwerden darüber, dass nicht gut genug gestreut und geräumt worden sei.

Im Kreis Viersen dagegen hielt sich die Zahl der Glätteunfälle in Grenzen. Und mit Ausnahme des dichten Nebels - die Sichtweiten lagen teilweise nur bei zehn Metern - in den vergangenen beiden Nächten hinderte auch kaum etwas die Autofahrer an der freien Fahrt.

"In den Städten ist es auch schwieriger zu räumen", sagt Dieter Kumstel. Er ist Leiter des Amtes für technischen Umweltschutz und Kreisstraßen. Die Viersener Kreisstraßen dagegen seien zum größten Teil sehr ländlich. "In den Städten parken überall Autos am Straßenrand, da wird es schon mal schwer, den vielen Schnee überhaupt irgendwo hinzuschieben."

Trotzdem war es natürlich auch der Einsatz der Bauhof-Mitarbeiter des Kreises, der dafür sorgte, dass alles fast reibungslos lief.

128 Kilometer Kreisstraßen gibt es, seit Montagnachmittag ist jeder einzelne Kilometer inzwischen fünf mal abgefahren worden, rund 100 Tonnen Streusalz-Gemisch landeten auf den Straßen.

Am Montagabend gegen 23 Uhr kamen noch 125 Tonnen neues Streugut auf dem Bauhof an - als Reserve, falls der Winter noch anhalten sollte.

Ein zweites Mal gefahren, um Eis-Matsch zu verhindern

Ziel des Kreises ist es, bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs um 6.30 Uhr alles frei zu haben. Dafür beginnt der Dienst bei dieser Witterung auch schon um drei Uhr nachts.

Am Montag, am Tag des ganz großen Schneechaos, hat die Schneefreiheit bis 6.30Uhr nicht so ganz geklappt, es war 7.30 Uhr, bis die Räumfahrzeuge einmal ganz "rund" waren. "Danach sind sie aber direkt ein zweites Mal gefahren, um den anfallenden Schneematsch von der Straße zu räumen", berichtet Kumstel.

Das verhinderte, dass bei den eisigen Temperaturen der Matsch wieder gefror und zu Glatteis wurde. So kam es, dass die ein oder andere Überstunde anfiel. Zusätzliches Personal für den Winterdienst gibt es nämlich nicht.

In den vergangenen Tagen lag der Schwerpunkt der Räumarbeiten auf den Radwegen, damit die Schüler zum Schulbeginn gefahrlos vorwärtskamen.

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