Neersen: Städtische Grundstücksgesellschaft will einen Teil von „Vennedey“ vermarkten.

In der ehemaligen Villa Vennedey sollen demnächst Kinder betreut werden.
In der ehemaligen Villa Vennedey sollen demnächst Kinder betreut werden.

In der ehemaligen Villa Vennedey sollen demnächst Kinder betreut werden.

Friedhelm Reimann

In der ehemaligen Villa Vennedey sollen demnächst Kinder betreut werden.

Neersen. Es tut sich was an der Ecke Kirchhofstraße/Am Römerfeld in Neersen: Die städtische Grundstücksgesellschaft hat dort die ehemalige Vennedey-Villa samt großem Grundstück gekauft. Eine Fläche von 4400 Quadratmetern soll dort zu Bauland gemacht werden, weitere 2200 Quadratmeter „können wir später vermarkten“, berichtet Willy Kerbusch, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft (GSG), auf Nachfrage.

Warum später? Ganz einfach, die ehemalige Villa eines Tiefbauunternehmers möchte Kerbusch zunächst anders nutzen. Das ebenerdige Haus mit einer Gesamtfläche von 380 Quadratmetern soll für die Betreuung von U-3-Kindern genutzt werden.

„Das Gebäude ist von der Grundsubstanz her in einem guten Zustand“, sagt Kerbusch. Der Renovierungsaufwand sei deshalb überschaubar.

Bauarbeiten sorgten bei den Anwohnern für Unmut

Auf der anderen Seite hat er den geplanten DRK-Seniorenheim-Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrzentrums „Die Brücke“ im Auge. Schon 2017, spätestens 2018, soll das Gebäude fertig sein. Die „Brücke“ selbst wird deshalb weichen müssen und daher nicht mehr sehr lange zur Aufnahme der beiden U-3-Gruppen (20 Plätze) zur Verfügung stehen.

Die Villa an der Kirchhofstraße kann nach den Vorstellungen Kerbuschs ab 2016 für Ersatz sorgen. „Für eine Übergangszeit von zwei bis drei Jahren ist hier eine Kindergartennutzung möglich“, sagt er. Das Ganze sei ein gutes Geschäft, denn ein Grundstück von 2200 Quadratmetern samt Gebäude mit Doppelgarage könne man auch später jederzeit vermarkten.

Dass sich auf dem teils verwilderten Areal am Neersener Friedhof etwas tut, haben die Anwohner schon vor einigen Wochen gemerkt. Denn bereits im Juli wurde der 1500 Quadratmeter große Teich mit Sand gefüllt. Die Fische habe man vorher alle in Sicherheit gebracht, versichert der Kämmerer: „Die Kois wurden im Schlossgraben ausgesetzt.“ Die Baggerarbeiten selbst hatten für Unmut gesorgt, da die Nachbarn vermuteten, dass hier Rodungsarbeiten stattfinden. Die sind aber im Sommer nicht gestattet. Die Technische Beigeordnete Martina Stall versicherte seinerzeit, der Naturschutz sei beachtet worden, die Hecken würden erst Ende September gerodet.

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