Prinz Wolfgang Pape trauert um seine Mutter.

Karneval
Hier zieht die Tanzgarde der Prinzengarde ein.

Hier zieht die Tanzgarde der Prinzengarde ein.

Reimann

Hier zieht die Tanzgarde der Prinzengarde ein.

Willich. Im Saal der Gaststätte Krücken sollte am Samstag einiges passieren: Der Festausschuss Willicher Karneval ist 44 Jahre alt geworden, Stadtprinzessin Andrea I. („Hasi“) Hasenbeck sollte entthronisiert und das neue Stadtprinzenpaar Wolfgang und Sabine Pape proklamiert werden.

Es kam anders. Andrea Hasenbeck war erkrankt und hütete das Bett. Die Proklamation des neuen Prinzenpaares aus den Reihen der KG Edelweiß wurde aus traurigem Anlass auf den 14. Dezember verschoben. Am Freitag war die Mutter von Wolfgang Pape verstorben.

An 44 Jahre Festausschuss Willicher Karneval erinnert

Der Festausschuss ließ mehr als vier Jahrzehnte Revue passieren. Heinz und Maria Ippers waren das Prinzenpaar der ersten Stunde. Eine Session später, 1971/72 waren Hans und Sibylle Bruns in die Rolle des Stadtprinzenpaares geschlüpft. Sie nahmen an der Jubiläumsfeier ebenso teil wie viele ehemalige Prinzen und Prinzessinnen: Jürgen Leipertz, Helmut Gietmann, Matthias Zeies oder Brigitte Pluntke, früher Meusen. Dagmar Schmitz war in der Session 1999/2000 Karnevalsprinzessin in Willich. Sie kam als Trainerin der beiden Tanzgarden der KG Torfmöps, den „Minijisskes“ und den „Jisskes“.

Die KG Edelweiß war nur mit vier Tänzerinnen vertreten: Michelle, Jasmin, Lina und Michelle traten nicht auf, weil ihre Trainerin Stefanie Klein, geborene Pape, nach dem plötzlichen Tod ihrer Großmutter auf eine Teilnahme verzichtet hatte.

Wolfgang Kivelip („Kivi“, 57) trat zum letzten Mal auf als DJ auf. Das Tambour- und Fanfarencorps St. Sebastianus Willich spielte auf, Dagmar Faßbender überreichte Tambourmajor Kevin Jingter den ersten Jubiläumsorden.

Später ehrte der Vorsitzende des Festausschusses Willicher Karneval, Erik Ammerahl, alle Mitglieder mit diesem Orden.

Frieder Nöhles erzählte aus der 44-jährigen Geschichte des Festausschusses Willicher Karnevals. Es begann in den 1960er Jahren. „Zunächst waren es die in den Ortsteilen ansässigen Vereine, die in der närrischen Zeit Saalveranstaltungen organisierten. Es waren Tanzabende, zu denen die Gäste in Karnevalskostümen erscheinen sollten.“ Nachdem der bisherige Theaterverein „Edelweiß“ 1968 beschlossen hatte, nur noch im Karneval aktiv zu werden, wurden in Schiefbahn im selben Jahr die „Torfmöps“ gegründet und ein Jahr später die „Aach Blenge“ in Anrath. 1977 folgten die „Schlossgeister“ in Neersen.

Warum wurde ein Festausschuss benötigt? Nöhles, der lange Jahre Vorsitzender dieses Gremiums war, nannte folgenden Grund: „Nach der kommunalen Neugliederung ging es darum, bei der Stadtverwaltung und bei den Sponsoren mit einer Stimme zu sprechen.“

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