Mit einem Empfang haben die Neersener Jecken ihr Jubiläum gefeiert. Für die Narrensitzung gibt es nur noch wenige Karten.

wza_1500x1004_612391.jpeg
Die Tanzgruppe der Willicher Prinzengarde begeisterte die Jubiläums-Gäste der „Schlossgeister“ im Neersener Wahlefeld-Saal mit ihren temperamentvollen Tänzen.

Die Tanzgruppe der Willicher Prinzengarde begeisterte die Jubiläums-Gäste der „Schlossgeister“ im Neersener Wahlefeld-Saal mit ihren temperamentvollen Tänzen.

Kurt Lübke

Die Tanzgruppe der Willicher Prinzengarde begeisterte die Jubiläums-Gäste der „Schlossgeister“ im Neersener Wahlefeld-Saal mit ihren temperamentvollen Tänzen.

Neersen. Ja, ist denn heut’ schon Karneval? Dies dachten sicherlich einige Anwohner, als einige Kostümierte den Wahlefeld-Saal ansteuerten. Drinnen ließ man die Karnevalsgesellschaft "Schlossgeister" hochleben. Die von Josef Heinrichs angeführte Gesellschaft feierte nämlich mit einem Jubiläumsempfang ihr dreimal elfjähriges Bestehen.

"Helau zusammen und guten Morgen" - pünktlich um 11.11 Uhr begrüßte Sitzungspräsident Jürgen Leipertz die Gäste. Darunter auch im stadtfarbenen Ornat Kai Luca I. (Hoymann) und Miriam I. (Brooren). Das noch junge Paar, zehn beziehungsweise elf Jahre alt, war tags zuvor zum städtischen Kinder-Prinzenpaar proklamiert worden. Und da es kein offizielles Prinzenpaar in Willich gibt, werden sie das Treiben bis zum Aschermittwoch aus der ersten Reihe begleiten, unterstützt vom zehnjährigen Ministerpaar Timo Schirra und Carolin Krahnen.

"Hier ist kein aufgesetzter, sondern ein gewachsener Humor anzutreffen", sagte Josef Heyes. Der Bürgermeister dankte in seiner Laudatio den "Schlossgeistern" für die bisherigen Aktivitäten. Josef Heyes nannte stellvertretend für alle Helfer die heute noch aktiven Gründungsmitglieder: Hubert Gerhards, Klaus Hagenow, Josef Heinrichs, Sofia Neugen, Georg Seib, Walter Schmitz, Manfred Spicker, Robert Vollberg, Elfriede und Hans Winkels.

"Der schönste Karneval ist gefeiert worden, wenn das Geld knapp war"

Der Bürgermeister bat um Verständnis dafür, dass in Zeiten der Finanzkrise die Zuschüsse nicht mehr wie gewohnt fließen könnten, erinnerte aber auch daran, dass "der schönste Karneval immer dann gefeiert worden ist, wenn das Geld knapp war". Auch für die geänderten Brandschutzrichtlinien entschuldigte er sich. Die Änderungen hätten das Besucher-Kontingent in den Sälen reduziert: "Dies dient sicherlich nicht der Geselligkeit."

Gesellig und unterhaltsam wurde es beim Einzug einiger Prinzen- und Funkengarden aber dann doch noch. Junge Tanzsterne gefielen ebenso wie die routinierten Tänzerinnen von "Las Tropicals" oder Parodist Ruud Kododer. Für die stimmungsprächtigen Pauken und Trompeten sorgte der Eickener Fanfarenzug "Schöpp op". Derweil hatte der jubilierende Gastgeber die Preise wie im Gründungsjahr 1977 zurückgesetzt: Limo, Wasser oder Bier kosteten jeweils 50 Cent.

Jetzt bereiten sich die "Schlossgeister" auf die Kinder- und Narrensitzung vor. Binnen weniger Tage war die Narrensitzung am 13. Februar, 20.11 Uhr, nahezu ausverkauft. Nur noch wenige Karten sind bei Leyendecker zu haben. Die Kindersitzung ist am 6. Februar 15.11 Uhr, genau wie die Narrensitzung im Wahlefeld-Saal. Und am Rosenmontag treffen sich die Jecken wie gewohnt zum Umzug, ab 14.11 Uhr, und zur abschließenden Karnevalsparty.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer