Täter schlagen in dem Neubau der Firma Kolb Fertigungstechnik in Willich-Münchheide zu.

An der Rückseite der Halle ist das eingeworfene und notdürftig gesicherte Fenster zu sehen.
An der Rückseite der Halle ist das eingeworfene und notdürftig gesicherte Fenster zu sehen.

An der Rückseite der Halle ist das eingeworfene und notdürftig gesicherte Fenster zu sehen.

Kurt Lübke

An der Rückseite der Halle ist das eingeworfene und notdürftig gesicherte Fenster zu sehen.

Willich. Eine böse Überraschung erlebten Mike Dräger und seine Mitarbeiter am Freitag, als sie gegen 6.30 Uhr den fast fertigen Neubau der Firma Kolb Fertigungstechnik an der Konrad-Zuse-Straße betraten. „Wir haben sofort gesehen, dass etwas nicht stimmt“, sagt der Polier des Generalunternehmers Depenbrock Bau aus Stemwede.

Im Eingangsbereich lagen Kabelrollen, und mehrere Türen waren geöffnet. „Dann haben wir das eingeschlagene Fenster bemerkt“, so Dräger weiter. Während die alarmierte Polizei die Spuren sicherte, begutachteten Dräger und der Bauherr den Schaden, der immens ist. Die Täter hatten in der zweigeschossigen Halle, die zum 1. Oktober von der Firma Kolb übernommen werden soll, mehrere dicke Maschinen-Zuleitungskabel durchgeschnitten. Auch Datenkabel sowie die Stromzufuhr der Heiz- und Lüftungstechnik wurden beschädigt – und das alles eine Woche vor der geplanten technischen Abnahme.

Während Dräger von einem „noch schwer zu beziffernden Schaden“ spricht, heißt es seitens der Polizei, dass der Wert der Beute ebenso im fünfstelligen Bereich liege wie der entstandene Schaden. „Auf uns kommt auf jeden Fall viel Arbeit zu“, sagt Dräger, dessen Arbeitgeber der eigentlich Geschädigte ist. „Bis zur Abnahme durch den Bauherren sind wir als Generalunternehmer für alles zuständig und verantwortlich.“

Keine Einschränkungen für die Kunden der Firma

Dräger rechnet damit, dass die Firma Kolb, die unter anderem komplexe technische Baugruppen bestückt und Kabel konfektioniert, dennoch am 1. Oktober mit dem Umzug in den Neubau, der rund 500 Meter vom bisherigen Firmensitz entfernt ist, beginnen kann – „auch wenn dann vielleicht noch nicht alles fertig ist“. Für die Kunden der Firma gibt es keine Einschränkungen oder Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung. Um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern, wurde ein Sicherheitsdienst engagiert.

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