Die Stadt hat die Willicher Vereine angeschrieben und bietet ihnen Rat und Hilfe bei Gewalt in Familien an.

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Reimann, Friedhelm (rei)

Willich. „Wir müssen besser horchen und hinsehen“, sagt Susanne Kamp. Sie leitet den städtischen Geschäftsbereich „Jugend und Soziales“ und hat gerade die Willicher Sportvereine angeschrieben. Ihr großes Anliegen: Alle, die in den Vereinen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sollen stärker als bisher beobachten, ob bei den jungen Sportlern Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung durch Gewalt in der Familie oder andere Übergriffe zu erkennen sind. Sie rät auch den Vorständlern, bei Einstellung von Trainern und Übungsleitern auf die Eignung zu achten. Susanne Kamp (Foto): „Zumindest müsste die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses erfolgen.“

Lehr-Material wird zur Verfügung gestellt

Susanne Kamp bietet den Vereinen ihre Unterstützung an und stellt Lehr-Materialien und Info-Pakete zur Verfügung, darunter CDs („Schweigen schützt die Falschen“) und Plakate („Wir dulden im Sport keine sexuelle Gewalt“). Die Geschäftsbereichsleiterin lädt die Vereine zudem zu Gesprächen ein: „So können wir gemeinsam einen Workshop durchführen.“ Kontakt mit ihr kann durch E-Mail (susanne.kamp@stadt-willich.de) oder telefonisch (02154/949647) aufgenommen werden.

Welche Präventionsmöglichkeiten haben die Sportvereine? Dazu Dorota Sahle vom Landessportbund: „Sie können das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen stärken, sie aufbauen und ermuntern. Dies könnte zum Beispiel durch Selbstverteidgungskurse oder ein spezielles Selbstbehauptungstraining geschehen.“ Auch ein „Kummerkasten“, der in den Vereinsräumen hängt, sei nützlich, um mit den jungen Sportlern ins Gespräch zu kommen. Kamp: „Es muss über das Thema viel mehr geredet werden – und wir müssen das Kind mit seinen Problemen ernst nehmen.“

Eltern oder Nachbarn, die Verhaltensauffälligkeiten an den Kindern entdeckt haben, bietet Kamp das Gespräch mit den Sozialarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes an. Das Büro ist an der Gießerallee 6 im Stahlwerk Becker. Dort sind für Willich und Wekeln zuständig:

Britta Beckers (Telefon 02154/949 829),

Michaela Conrads (949 828),

Johannes Enders (949 826),

Thorsten Schneider (949 814);

Anrath:

Marita Hertrampf (949 823),

Marion Lerche (949 822);

Schiefbahn und Neersen:

Eva Piecha (949 825),

Ulrich Kellmann (949 824)

und Thorsten Schneider (949 814).

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