Lehrer und 16 Johannesschüler aus Anrath sind in Lettland deutschen Spuren gefolgt.

Austausch
Sie haben alle ein breites Lächeln im Gesicht, wenn sie an ihre gemeinsame, einwöchige Reise nach Lettland zurückdenken: Schüler der Johannesschule mit Lehrer Wolfgang Brock und Schulleiterin Karin Kirchmair-Brenner.

Sie haben alle ein breites Lächeln im Gesicht, wenn sie an ihre gemeinsame, einwöchige Reise nach Lettland zurückdenken: Schüler der Johannesschule mit Lehrer Wolfgang Brock und Schulleiterin Karin Kirchmair-Brenner.

Kurt Lübke

Sie haben alle ein breites Lächeln im Gesicht, wenn sie an ihre gemeinsame, einwöchige Reise nach Lettland zurückdenken: Schüler der Johannesschule mit Lehrer Wolfgang Brock und Schulleiterin Karin Kirchmair-Brenner.

Anrath. „Ich würde sofort, ja wirklich, sofort wieder mit dieser Gruppe fahren!“, sagt Wolfgang Brock. Dabei hat er doch die Koffer, die er für Lettland gepackt hatte, gerade erst wieder verstaut.

Wie Dennis, 13, der Jüngste der Lettland-Reisegruppe, die Brock überschwänglich lobt. „Unsere Schüler haben sich sehr anständig verhalten, hatten bei den Projektarbeiten viel Spaß mitgemacht und dabei fast nichts als Unterricht empfunden.“

Eine Reise 2000 Kilometer in östliche Richtung

Brock kennt Lettland nach vielen Besuchen wohl wie kein zweiter Anrather, die Partnerstadt Smiltene fast bis in den letzten Winkel. Dennis reiste zum ersten Mal die 2000 Kilometer in östlicher Richtung, war „furchtbar neugierig auf das fremde Land“.

Sein erster Gedanke bei der Ankunft: „Oh, der Flughafen ist aber relativ klein. Und: kalt ist es hier.“ Später staunte er darüber, „wie weitläufig die Landschaft ist. Es kann passieren, dass man in einer halben Stunde keine Stadt, kein einziges Dorf durchfährt“.

Die Gastfamilie, bei der Dennis wohnte, war ihm bis zur Ankunft nur per E-Mail bekannt. Brock: „Dennis war von seiner Gastfamilie sehr beeindruckt. Er hat sich mit den Geschwistern angefreundet, möchte den Kontakt über Facebook und E-Mail unbedingt halten.“

Einige Unterschiede im Schulalltag beider Länder hat Dennis festgemacht: „In Lettland geht der Unterricht länger als bei uns, manchmal bis 17 oder 18 Uhr.“

Gemeinsam mit 15 lettischen Schülern begaben sich die Anrather auf „Deutsche Spuren in Lettland“. Sie besichtigten Riga, besuchten die Deutsche Botschaft, das Goethe-Institut und das Münchhausen-Museum. Brock: „Diesmal haben wir intensiven Unterricht gemacht, zu Jugendstil gearbeitet, Gedichte geschrieben, deutsche Grabinschriften auf einem Friedhof erforscht.“ Das hat alle sehr beeindruckt.

Wenn man Dennis nach dem lustigsten Moment der LettlandReise fragt, muss man ihm gedanklich an den Ostseestrand folgen. Brock lacht: „Da pfiff der Wind, es war lausig kalt, aber Dennis lief mit Jeans direkt in die Ostsee hinein. Die Schüler haben dort getobt wie die jungen Hunde.“

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