Von Schützen, die den Nikolaus empfingen, fairen Städten und der Besinnlichkeit im Allgemeinen berichtet der Stadtflüsterer.

Was für ein festlich-prächtiger Anblick: Die Hermann-Löns-Straße in Schiefbahn.
Was für ein festlich-prächtiger Anblick: Die Hermann-Löns-Straße in Schiefbahn.

Was für ein festlich-prächtiger Anblick: Die Hermann-Löns-Straße in Schiefbahn.

Hätten Sie den Nikolaus erkannt? Es war Franz Weber, Ehrenbrudermeister der Sebastianer, der da bei der Seniorenfeier auftauchte.

Ist das nicht cool? Solche Tandems sollen für die Seniorenhäuser in St. Tönis und Vorst angeschafft werden.

Bislang sieht die Lärmschutzwand an der Jakob-Krebs-Straße in Anrath noch trist und grau aus. Doch das soll sich ändern: Geplant ist eine Verkleidung mit roten Ziegeln samt einer „Lochstruktur“.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 4

Was für ein festlich-prächtiger Anblick: Die Hermann-Löns-Straße in Schiefbahn.

Willich/Tönisvorst. Freundinnen und Freunde – es wird besinnlich. Noch ein paar Tage, dann ereilt uns unweigerlich das Fest der Feste. Die Straßen sind beleuchtet, im Falle der Hermann-Löns-Straße in Schiefbahn gelingt das immer besonders schön. Und die Verbände, Vereine und sonstigen Clubs haben auch schon zu ihren Feiern geladen. Auf zum Endspurt in die festliche Zeit.

Ein Blick auf eine Zeit vor 25 Jahren

Es bleibt feierlich: Die Senioren der Sebastianus-Schützen hatten sich im Schiefbahner Bruderhaus getroffen. Nach der Begrüßung durch Brudermeister Michael Klein wurde gemeinsam im voll besetzten Saal zu Abend gegessen. Anschließend zeigte Stefan Flatters einen Film, der bei einem Schützenfest in Schiefbahn aufgenommen wurde. Traditionell ist nicht bekannt, aus welchem Jahr der gezeigte Film ist. Umso überraschter war Manfred Esser, als der Film von 1992, dem Jahr in dem er König war, anlief. Zu späterer Stunde besuchte der Nikolaus die Gesellschaft, blickte zurück auf das Jahr 2016 und wagte schon mal einen Ausblick auf 2017. Unter dem Nikolaus-Kostüm verbarg sich in diesem Jahr Ehrenbrudermeister Franz Weber. Dazu gab es weihnachtliche Klänge, denn es wurden viele bekannte Weihnachtslieder gesungen.

Willich möchte faire Stadt sein

Und auch das hat im weitesten Sinn mit dem Fest zu tun: Es geht unter anderem um Dinge, die man verschenken kann. Die Stadt Willich möchte „Fairtrade Town“ werden. Konkret hat man fünf Kriterien erfüllt. Unter anderem wurde ein „Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels“ gefasst. Auch die Aufnahme von mindestens zwei Produkten aus fairem Handel ins Angebot lokaler Einzelhandelsgeschäfte, bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants waren kein Problem. Charly Hübner von der Stadtverwaltung: „In unserer Stadt haben wir schon elf Geschäfte und sechs Gastronomie-Betriebe, die mitziehen.“ Hübner hofft im Frühjahr nächsten Jahres auf die offizielle Auszeichnung. Was auch dazugehört: So sollen zum Beispiel die Kindertagesstätten und Schulen in Willich durch sogenannte „Botschafter für fairen Handel“ für dieses Thema sensibilisiert werden.

Damit die Senioren fest im Satteln sitzen

Das hat jetzt mit dem Fest nichts zu tun, sondern damit, dass man fest im Sattel sitzt. „Radeln“ wir gedanklich einige Tage zurück und erinnern uns an den Spendenaufruf der Freunde und Förderer der Seniorenhäuser in Vorst und St. Tönis. Je ein Tandem sollen die Bewohner bekommen, zwei Räder mit je zwei Sitzschalen, die nebeneinander angebracht sind und die es einem Betreuer und einem Bewohner ermöglichen, gemeinsam ein Stück des Weges zu fahren und dabei nett miteinander zu plaudern. Jutta Hartmann, Leiterin der Seniorenhäuser, hatte die Idee zum Einsatz der dreirädrigen Gefährte in der Seniorenarbeit in Münster aufgeschnappt. Sie war begeistert. Ein Tandem würde die Mobilität der Bewohner deutlich erhöhen, sie könnten wieder in Ecken der Stadt fahren, die man zu Fuß mit der Rollstuhlschiebergruppe nicht ansteuern könnte. Idee gut, aber nicht nur guter Rat ist teuer. Ein Rad in Tandemausführung kostet 8000 Euro. Und zwei sollen es werden. Der Förderverein setzt daher auf die Tönisvorster. Nun darf der Stadtflüsterer einen Zwischenstand verkünden: „Ein halbes Rad ist schon zusammen.“ 4000 Euro sind eingegangen. Wer für die Idee weiter finanziell in die Pedale treten möchte, findet alle Infos auf:

www.toenisvorst-gesundheit.de

Das Absingen festlicher Lieder im Kamps Pitter

Das Schiefbahner Museum „KampsPitter“ war mal wieder gefüllt mit Menschen, die nach Herzenslust Weihnachtslieder singen wollten. Und das taten sie. Mit Hartmut Reiss aus Anrath war jemand da, der viele Kindheitserinnerungen mit der Auswahl seiner Lieder wachrief und einen großen Bogen spannte. Sein Lieblingslied „Sind die Lichter angezündet“ war weniger bekannt, aber alle waren lernwillig und begrüßten den wunderbaren Text. Begleitet wurde Hartmut Reiss von der Akkordeonspielerin Regina Kròl. Den Block mit plattdeutschen Texten bekannter Weihnachtslieder wie u. a. „Oh Tannenbaum“ und „Gloria in excelsis deo“ hatten Christoph Carlhoff (Gitarre) und Hans Engels vorbereitet und auch eine Geschichte in Mundart mitgebracht. Zwei weitere Geschichten trug Monika Goertz gekonnt vor.

Ein schönes Geschenk für Bewegungsmuffel

Das kann man vielleicht Menschen zu Fest schenken, die unter Bewegungsarmut leiden: Der TV Schiefbahn bietet ab Januar einen Badminton-Kurs für Interessenten an, die etwa als Jugendliche schon einmal gespielt, aber danach eine Pause eingelegt haben. In acht Einheiten à 60 Minuten frischen die Trainer die sportlichen Fähigkeiten der angehenden Badminton-Rückkehrer wieder auf. Der Kurs findet jeweils freitags von 19 Uhr bis 20 Uhr statt, vorher ist Zeit zum Aufwärmen. Starttermin ist der 20. Januar, falls sich bis dahin mindestens vier Personen verbindlich anmelden. Die Kursgebühr beträgt 25 Euro. Interessierte melden sich bis zum 15. Januar bei Irmgard Vogt, Telefon 02154/5525 (auf AB sprechen) oder E-Mail:

Irmgard.Vogt@TV-Schiefbahn.de

Auch zum Fest muss die Hierarchie gewahrt sein

Da muss die Kleiderordnung gewahrt bleiben: Der Energieversorger NEW schickt traditionell Grüße zum Fest und zum neuen Jahr in die Redaktion. Das tut er in mehrfacher Hinsicht: Sowohl Geschäftsführung wie auch Pressestelle schicken eine Karte. Aber natürlich bleibt es bei der Hierarchie. Das führt im vorliegenden Fall dazu, dass die Karte der Geschäftsführung drei Tage früher da war. Der Flüsterer hat sich trotzdem gefreut.

Noch ganz frisch? Oder: Wie man den Baum fit hält

Ja, liebe Leute. Kundendienst ist alles. Service wird groß geschrieben. Das führt führt beim Obsthof Mertens in Willich dazu, dass es von dort gute Tipps gibt, wie man seinen Tannenbaum so pfleglich behandelt, dass er lange haltbar bleibt. Also: Im Netz halten, kühl lagern vor dem Aufstellen, in einen Eimer Wasser stellen. Erst kurz vor dem Schmücken das Netz abnehmen. Und wenn Ihnen, liebe Leser, jetzt auffällt, dass Sie noch keinen Baum haben, können Sie den auch bei Mertens kaufen gehen. Da gibt’s eine Tüte Äpfel (Elstar) gratis.

Von einer Extra-Feier beim Märzenfest

Gibt’s wirklich kein anderes Thema als das Fest? Diese Frage beschäftigt ganz sicher den ein oder anderen, der es satt ist mit der Heimeligkeit. Na gut, sagt der Flüsterer. Dann lassen Sie uns in die Zukunft blicken. Zum Beispiel aufs Märzenfest am 18. März in Willich. Auf diesem wird die gebürtige Schiefbahnerin Cornelia Heyes ihre Mitarbeiterparty feiern. Insgesamt beschäftigt Heyes rund 50 junge Leute. Die arbeiten an verschiedenen Orten in Ableger ihrer Schwimmschule, die sie für Kinder betreibt. Diese Meldung sollte im Trubel der Weihnachtszeit auf keinen Fall untergehen.

Der Stadtflüsterer wünscht ein frohes Weihnachtsfest

So, ausgeflüstert. Es wird an der Zeit, den Schalter auf „besinnlich“ umzulegen. Das versucht jetzt auch der Stadtflüsterer, der wahrlich auf ein bewegtes und schwer abwechslungsreiches Jahr schaut. Er wünscht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, alles erdenklich Gute. Ein frohes Fest und schöne Tage. Kurz vor dem neuen Jahr wird er Ihnen ein letztes Mal in 2016 etwas flüstern. Bis dahin: Maat es joot.

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