19 Gruppen gingen beim regionalen Schul-Sani-Tag in der Robert-Schuman-Europaschule an den Start.

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Die „Incredible Sanis“ der Willi-Graf-Realschule versorgen einen Jungen, der auf dem Tafellappen ausgerutscht sein soll.

Die „Incredible Sanis“ der Willi-Graf-Realschule versorgen einen Jungen, der auf dem Tafellappen ausgerutscht sein soll.

Reimann

Die „Incredible Sanis“ der Willi-Graf-Realschule versorgen einen Jungen, der auf dem Tafellappen ausgerutscht sein soll.

Willich. "Ihr müsst zwei von euch auswählen, die in die Situation hineingehen. Die anderen dürfen zusehen, aber keine Hilfestellungen geben", erklärt Carsten Kohnen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) zehn Schülern des Schulsanitätsdienstes der Realschule Tönisvorst. Alle nicken. Sie haben Sandra (18 Jahre) und Katharina (14) ausgesucht. Die beiden müssen sich mit der Erste-Hilfe-Situation, die sie hinter der Klassentür der Willicher Gesamtschule erwartet, auseinander setzen.

Die Ersthelfer werden genau beobachtet

Tür auf und das Szenario geht los: Das Blut scheint nur so aus der Nase von Tamara (14 Jahre) zu fließen. Ihr gegenüber steht ein aggressiv aussehender älterer Jugendlicher mit einer blutenden Hand. Er droht, erneut zuzuschlagen. Noch während die beiden die Latexhandschuhe überstreifen geht Sandra resolut dazwischen und versucht den 17-jährigen David, der den Schläger spielt, zu beruhigen. Nahezu zeitgleich kümmert sie sich gemeinsam mit Katharina um die verletzte Schülerin. Ein nasses Tuch für den Nacken, eine Kompresse für die blutende Nase.

Die beiden Ersthelferinnen werden dabei nicht nur aufmerksam von ihren Schulsanitätskollegen beobachtet, sondern auch von Kohnen und Sabrina Schmitz, die das Handeln bewerten. Die Bewertung ist wichtig, denn sie ist eine von insgesamt zehn und je besser sie ausfallen, umso näher rückt der Sieg.

Am Wochenende fand in der Robert Schuman Europaschule der vom Jugendrotkreuz (JRK) Landesverband Nordrhein veranstaltete Schul-Sani-Tag statt. Ein Wettbewerb bei dem insgesamt 19Schul-Sanitätsgruppen aus Nordrhein an den Start gingen. Die Schüler wurden mit den unterschiedlichsten Erste-Hilfe-Aufgaben, die im täglichen Schulleben passieren können, konfrontiert.

Kopfwunden verbinden, Notverbände anlegen - das ganze Erste-Hilfe-Programm lief in gestellten Szenen ab. Daneben galt es Kreuzworträtsel rund um den Schulsanitätsdienst zu lösen, ein Rollstuhlparcours musste bewältigt werden. Außerdem gab es Großgruppenspiele.

Den Wettstreit der Schul-Sanitätsdienste gewann das Bonner Kardinal-Frings-Gymnasiums. Es nimmt im nächsten Jahr am Landeswettbewerb teil.

Die besten sechs Gruppen dürfen sich zudem auf ein Wochenende in der Bildungsstelle des JRK in Bad Münstereifel freuen. Dazu gehören neben der Siegergruppe die Sani-Gruppen des Ricarda-Huch-Gymnasiums Krefeld, des Franz-Meyers-Gymnasiums und der Marienschule in Mönchengladbach sowie die beiden Gruppen des Erasmus Gymnasiums Grevenbroich.

Derzeit betreut das Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Nordrhein rund 350 Schulsanitätsdienste an weiterführenden Schulen in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf.

"Unser Schulsanitätstag vertieft das Wissen, wobei jede gestellte Aufgabe durchgesprochen wird. Außerdem lernen sich die verschiedenen Gruppen einmal kennen", erklärt Rosi Fassbender von der Kreisleitung des JRK.

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