Wolfgang I. und Sabine II. zogen mit vielen bunten Gestalten durch Anrath – Spiderman inklusive.

tulpensonntag
Wer sagt denn, dass es nur einen „Bob, der Baumeister“ geben darf? In Anrath waren zahlreiche mit gelbem Helm auf den Beinen. Fotos (3): Kurt Lübke

Wer sagt denn, dass es nur einen „Bob, der Baumeister“ geben darf? In Anrath waren zahlreiche mit gelbem Helm auf den Beinen. Fotos (3): Kurt Lübke

Spiderman vor St. Johannes sieht man auch nicht alle Tage. Doch der Tulpensonntag macht’s möglich.

Bild 1 von 2

Wer sagt denn, dass es nur einen „Bob, der Baumeister“ geben darf? In Anrath waren zahlreiche mit gelbem Helm auf den Beinen. Fotos (3): Kurt Lübke

Anrath. Es hätte nicht besser sein können: Optimale Marschier-, Schunkel- und Trink-Temperaturen herrschten, als am Sonntag der närrische Lindwurm der „Aach Blenge“ durch Anrath zog. Schon lange, bevor es um 13.11 Uhr so richtig losging, hatten sich die kostümierten Narren von überall her mit ihren Bagagewagen auf den Weg gemacht.

Als Vogelscheuchen, Kängurus oder Hexen hatte sich jeder das für ihn passende Kostüm übergezogen. Im blau-gelben Ornat durfte natürlich das Stadtprinzenpaar Wolfgang I. und Sabine II. nicht fehlen. „Es ist ein Traum“, sagte die Prinzessin, als sie die vielen Beobachter sah.

Und Sabine sah mit ihrem Prinzgemahl viele bekannte Gesichter. So erinnerte ihre Gesellschaft Edelweiß an das Gründungsjahr 1914. Es hatten sich etwa 35 Vereinsmitglieder historische Gewänder aus dieser Zeit übergezogen. Bordeauxfarbene Kleider für die Damen, Frack und Zylinder für die Herren. Mehr als 30 Kapellen, Fußgruppen und Motivwagen waren unterwegs.

Die Aach Blenge selbst, als Mönche und Nonnen verkleidet, hatten das mobile Katharinen-Stift mitgebracht, das gleich multifunktional genutzt werden konnte. Ralf Fassbender erklärte: „Zur Not vermieten wir das Hospital auch als Saal oder Kirche.“

Die Schiefbahner Torfmöps erinnerten ebenfalls an die Einschränkungen in den Sälen, aber auch am Ballermann. Sie appellierten für mehr Freizügigkeit, weniger Beschwerden und stellten als ihren König vom Ballermann Jörg Kalipke vor.

Die katholische Landjugend „baggert“ auch ohne Baustelle

Inmitten von Saloon-Girls frechen Pumuckls, Super-Helden, Saunafreunden oder Doesköppen fühlte sich der Freundeskreis der „Unverwüstlichen“ mit Markus Limbach in seiner Disney-Welt wohl. Neben Mickey Maus, Goofy und den Shreks hatten sich auch die Schöne und das Biest, Jaqueline und Christopher, lieb.

Ein Heimspiel hatten die schönen und bunten Plapperschnäbel eines Stammtisches ebenso wie die Katholische Landjugend. „Wir baggern immer noch“, stand an ihrem Wagen mit Bob, dem Baumeister. Dabei waren eigentlich die Baustellen in Anrath endlich vorbei, das Anbaggern aber natürlich nicht. Anrath rüstet auf: Eine eingeschworene Clique bot sich als Security-Dienst für besondere Fälle an. Und aus dem Präsidenten der St. Sebastianus Bruderschaft, Lupo Lüpertz, war am Sonntag im Ensemble seiner Saunafreunde die Comicfigur Superman geworden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer