Klaus Molzberger, Familienvater aus Anrath, wird am Samstag Ständiger Diakon.

Klaus Molzberger wird am Samstag zum Diakon geweiht.
Klaus Molzberger wird am Samstag zum Diakon geweiht.

Klaus Molzberger wird am Samstag zum Diakon geweiht.

privat

Klaus Molzberger wird am Samstag zum Diakon geweiht.

Anrath. Um 9.30 Uhr ist es soweit. Dann wird der Anrather Klaus Molzberger im Hohen Dom zu Aachen von Bischof Heinrich Mussinghoff zum Ständigen Diakon geweiht. Die WZ sprach mit ihm über seine besondere Berufung.

WZ: Was bewegte Sie, Ständiger Diakon zu werden?

Molzberger: Es ist eine Berufung. Ich bin immer zur Kirche gegangen, war aber kein Messdiener und auch sonst nicht außer der Reihe aktiv. Ich habe Physik studiert, in Chemie promoviert und eine Familie gegründet. 2002 spürte ich, dass Gott mich anspricht. Es kam einfach von innen heraus. Es gab kein besonderes Erlebnis oder dergleichen. Ich wurde von Gott gefragt und habe ja gesagt.

WZ: Wie sieht der Ausbildungsweg aus?

Molzberger: Zunächst einmal habe ich Gespräche mit dem damaligen Pastor Joseph Weber geführt. Dann begann ich für vier Jahre Theologie per Fernkurs zu studieren. Zudem gehörte ich einem Kreis an, der sich einmal im Monat in Aachen traf, um theologische, weltliche und caritative Themen zu besprechen. Dazu kam die ganz normale Gemeindearbeit. Das war eine anstrengende Zeit. Aber sie hat mir viel gegeben.

WZ: Wie steht Ihre Familie dem gegenüber? Schließlich sind Sie verheiratet und haben zwei schulpflichtige Kinder.

Molzberger: Meine Frau unterstützt mich hundertprozentig. Ohne die Familie ginge es auch gar nicht.

WZ: Wie sehen Sie Ihre Arbeit als Diakon?

Molzberger: Es gibt die schöne Aussage, die Diakone seien die Augen und Ohren des Bischofs. Wir sind zwar auch Kleriker, arbeiten aber ganz normal in einem anderen Beruf und haben Familie. Ich denke, ich trage die Welt in die Kirche und umgekehrt die Kirche in die Welt. Ich kenne Sorgen und Nöte aus eigener Erfahrung und meiner Umgebung. Diakone sensibilisieren die Kirche für Themen in der Welt. Wir schaffen eine Verbindung Kirche-Welt.

WZ: Wie ändert sich Ihre Arbeit dadurch, dass Sie Ständiger Diakon werden?

Molzberger: Ich trage jetzt zusätzlich die Sakramente hinaus. Die Themen Sakramente, Taufen und Eheschließungen sowie die Liturgie kommen hinzu. Das wird mich neben meiner Arbeit, deren Schwerpunkt im Jugendbereich liegt, ausfüllen.

WZ: Wann erfolgt der erste Einsatz?

Molzberger: Am Sonntag werde ich um 10 Uhr eine Dankmesse in der Anrather St. Johannes-Kirche halten.

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