Der Willicher Projektentwickler Bodo Garden will das Denkmal umgestalten. Doch mögliche Altlasten machen noch Probleme.

Der Willicher Projektentwickler Bodo Garden will das Denkmal umgestalten. Doch mögliche Altlasten machen noch Probleme.
Für das ehemalige Wasserwerk im Stahlwerk Becker liegt ein Bauantrag bei der Stadt vor.

Für das ehemalige Wasserwerk im Stahlwerk Becker liegt ein Bauantrag bei der Stadt vor.

Friedhelm Reimann

Für das ehemalige Wasserwerk im Stahlwerk Becker liegt ein Bauantrag bei der Stadt vor.

Willich. „Wir haben eigens für diesen Zweck eine Objektgesellschaft gegründet“, sagt der Willicher Immobilienkaufmann Bodo Garden. Der Projektentwickler bezieht sich auf eine interessante Immobilie im Stahlwerk Becker, nämlich das etwa 2500 Quadratmeter große Grundstück, auf dem die denkmalgeschützte Fassade des ehemaligen Wasserwerks steht.

„Denk-mal Wasserwerk GmbH“ heißt die Entwicklungsgesellschaft. Sie hat schon einen Bauantrag ans technische Dezernat eingereicht, um aus dem Wasserwerk einen modernen Bürokomplex zu machen.

„Wir warten nur noch auf eine Bescheinigung von Herrn Kerbusch, denn an sich wollen wir bereits im Februar mit dem Bau beginnen“, sagt Garden, der in den neuen Bundesländern mehrere Projekt entwickelt. Zudem hat er mit einem Bauträger den Straterhof in Niederheide restauriert (die WZ berichtete).

Mit einer Entscheidung wird in zwei bis drei Wochen gerechnet

Bei der Bescheinigung geht es um mögliche Altlasten. Beigeordneter Willy Kerbusch, Geschäftsführer der städtischen Grundstücksgesellschaft (GSG), äußert sich dazu wie folgt: „Die Gesellschaft möchte eine zusätzliche Risikoabsicherung haben, die wir derzeit noch nicht ausstellen können.“ Es seien unter anderem noch Gespräche mit dem Bund notwendig. Kerbusch rechnet mit einer Entscheidung in etwa zwei bis drei Wochen.

„Ich habe den Investor, den Mieter und die Bauunternehmung schon, aber noch keine Verträge gemacht, da diese Ungewissheit noch besteht“, ergänzt Bodo Garden. Er gab zu verstehen, dass das Projekt scheitern könnte, sollte die Risikoabwägung zu seinen Lasten ausgehen.

Die damaligen Pläne sehen Erweiterung und Glasfassade vor

Seit Jahren geht es darum, wie diese reizvolle, aber sich in einem denkbar schlechten Zustand befindliche „Filetstück“ im Stahlwerk vermarktet werden kann. So waren bereits 2009 von dem Mönchengladbacher Architekten Burkhard Schrammen die ersten Pläne entwickelt worden. Seinerzeit hatte eine Mönchengladbacher Fabrikantenfamilie das Wasserwerk gekauft und 2010 an eine ebenfalls aus Gladbach stammende Bauunternehmung weiter veräußert. Die damaligen Pläne mit einem repräsentativen Bürokomplex, mit einem Erweiterungsflügel mit einer Glasfassade und Geothermie sollen in groben Zügen jetzt auch übernommen worden sein.

Vor wenigen Monaten war Kerbusch überzeugt davon, dass die Pläne jetzt zügig umgesetzt werden und die Umbauten kurzfristig beginnen könnten, zumal der neue Eigentümer auch die Auflagen des Denkmalschutzes erfüllen will. Noch in einer Pressemitteilung der Stadt Willich hatte kürzlich gestanden, dass eine Nutzung ab dem Jahre 2016 vorgesehen sei. Radio Eriwan würde sagen: „Im Prinzip ja, aber . . .“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer