Bürgermeister und SPD-Chef wollen Versöhnung.

Josef Heyes hat eine E-Mail an Jürgen Hansen geschrieben.
Josef Heyes hat eine E-Mail an Jürgen Hansen geschrieben.

Josef Heyes hat eine E-Mail an Jürgen Hansen geschrieben.

Josef Heyes hat eine E-Mail an Jürgen Hansen geschrieben.

Willich. Die „Ohrfeigen-Affäre“ scheint vom Tisch zu sein: Am Mittwoch hat sich Bürgermeister Josef Heyes schriftlich beim SPD-Vorsitzenden Jürgen Hansen für seine Äußerung beim CDU-Neujahrsempfang entschuldigt. „Keinesfalls wollte ich jemanden dazu aufrufen, Sie zu ohrfeigen“, schreibt der Bürgermeister. „Wenn meine Rede von Ihnen so verstanden wurde, tut es mir leid.“

In der Sache bleiben beide Seiten bei ihrem Standpunkt

Jürgen Hansen hat unmittelbar auf die E-Mail reagiert. Gegenüber der WZ erklärt er: „Die Entschuldigung in Sachen Ohrfeige akzeptiere ich.“

Inhaltlich sind beide Seiten aber nach wie vor weit voneinander entfernt. Wie berichtet, hatte der Bürgermeister in seiner Ansprache erklärt, Hansen gehöre geohrfeigt, weil er die Arbeit der Grundstückgesellschaft in der Presse für gescheitert erklärt hatte. Aus Sicht von Heyes hat der SPD-Vorsitzende damit der Stadt geschadet. „Bei meiner sachlichen Kritik bleibe ich“, heißt es dazu in der E-Mail.

Diesen Vorwurf will Hansen aber nicht auf sich sitzen lassen: „Ich habe der Stadt nicht geschadet. Meine Kritik war eine rein betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise, da die GSG seit Jahren Verluste macht.“ Er akzeptiere aber die Entscheidung des Stadtrates, für diese Verluste mit öffentlichen Mitteln aufzukommen. Die GSG können nun eine positive Entwicklung nehmen.

Eine Art Entschuldigung gab es am Mittwoch auch von CDU-Ratsherr Christian Pakusch. Anlass: Nach der Rede von Heyes hatte die SPD den Saal verlassen, aus Sicht von SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola wurde dies von Seiten der Jungen Union hämisch kommentiert. „Ich habe das nicht so empfunden, weiß aber, dass so etwas Wahrnehmungssache ist“, so Pakusch, der auch Kreisvorsitzender der Jungen Union ist. Ausdrücklich betonte er, man wolle mit der SPD konstruktiv zusammenarbeiten.

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