Theater-Förderer führen Schüler und Künstler zusammen.

Macht auch auf Zuruf gern den Pausenclown: Jörg Knör. Der Profi aus der Show-Branche kennt alle Lächel-Tricks beim Kontakt mit der Kamera.
Macht auch auf Zuruf gern den Pausenclown: Jörg Knör. Der Profi aus der Show-Branche kennt alle Lächel-Tricks beim Kontakt mit der Kamera.

Macht auch auf Zuruf gern den Pausenclown: Jörg Knör. Der Profi aus der Show-Branche kennt alle Lächel-Tricks beim Kontakt mit der Kamera.

Reimann

Macht auch auf Zuruf gern den Pausenclown: Jörg Knör. Der Profi aus der Show-Branche kennt alle Lächel-Tricks beim Kontakt mit der Kamera.

Anrath. Den Mann gibt es nicht auf Sparflamme. Kaum zu glauben, dass er am Anfang seiner Karriere nur Pointen für ein höchstens drei Minuten langes Programm parat hatte. Heute, drei Jahrzehnte Show-Erfahrung später, wirft Jörg Knör aus dem Stand seine Gag-Maschinerie an.

Dieter Bohlens Stimme zieht, die von Inge Meysel nicht

Der 15-Uhr-Auftritt im Lise-Meitner-Gymnasium dürfte nicht nur von der Uhrzeit her ein ungewohnter für ihn sein. Vor ihm sitzen 40 Schüler zwischen 16 und 19 Jahren. Dieses Publikum kennt ihn nicht wirklich. Jörg Knör ist nicht Mario Barth und auch nicht Dieter Bohlen, obwohl er beide Topstars der heutigen Unterhaltungsbranche stimmlich jederzeit ins Gespräch einklinken könnte. Er tut es auch und erntet viele Lacher. Der Singsang einer Inge Meysel zündet hingegen nicht.

„Meine Mutter hat erzählt, dass er sehr gut Stimmen nachmachen kann“, sagt Leonie, die wie Carina und Verona einen der Literaturkurse von Anne Tendyck am Lise-Meitner besucht. Für sie ist dieser ungewöhnliche Workshop angesetzt, den der Verein Kaarster Kabarett- und Kleinkunstprogramm (F3Ke.V.) möglich gemacht hat. Das Motto: „Schüler treffen Künstler“ (siehe Kasten).

Als Theatermann tourt Knör zurzeit mit seinem elften Programm

Jörg Knör erzählt, wie er wurde, was er war (ein Star der Samstagabendunterhaltung, häufiger Gast in 7 Tage, 7 Köpfe) und was er ist (tourender Theatermann mit seinem elften Programm).

Knör (52) kokettiert mit seinem Alter, flirtet mit dem weiblichen Publikum, findet aber immer die Balance, ist stets weiter entfernt von der Anbiederung als von gutem Humor. Er rät den jungen Leuten: „Bewahrt euch mit allem Recht euren Größenwahn. Man muss an das Unmögliche glauben.“ Nicht jede berufliche Niederlage sei ein Beweis dafür, dass man auf dem falschen Weg ist, sagt Knör. Er weiß nach Pech und Pleiten, wovon er redet. Ungebrochen aber scheint seine Liebe zum Beruf zu sein.

Der Verein der Freunde und Förderer des Kaarster Kabarett- und Kleinkunstprogramms (F3Ke.V) hat 40 Schüler der Literaturkurse am Lise-Meitner-Gymnasium zu einem Workshop mit dem Kabarettisten Jörg Knör eingeladen. Der Kontakt der Kaarster nach Anrath ist über Lehrerin Anne Tendyck geknüpft worden. Mehr Informationen unter: www. f3-kaarst.de, www.joerg-knoer.de

Hin und wieder sind Fragen der Schüler möglich. Ob Künstler, die er parodiert habe, auch schon mal beleidigt reagiert hätten, will einer wissen. Knör verneint, die meisten seien begeistert, auch schon mal erstaunt. Nur Kabarettist Jochen Busse habe sich mal beschwert.

Es ist der Hausmeister des Lise-Meitner, der den exklusiven Knör-Auftritt gegen 17 Uhr beendet. Es ist nur eine kurze Unterbrechung. Die Fortsetzung der Jörg-Knör-Show folgt am selben Abend in Kaarst. Dort sitzen die Anrather – wie mittags schon – im Theater in der ersten Reihe.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer