Viele Helfer sammelten Abfall in Willich. Organisatoren rechnen mit 50 Kubikmeter Müll.

Frühjahrsputz
Auch Renate Stodden und Margret Calefice sammelten Müll auf.

Auch Renate Stodden und Margret Calefice sammelten Müll auf.

Lübke, Kurt (kul)

Auch Renate Stodden und Margret Calefice sammelten Müll auf.

Willich. Der 11. Willicher Frühjahrsputz stand auf des Messers Schneide. Wie hätte achtlos weggeworfener Müll unter einer Schneedecke gesichtet und eingesammelt werden können? Kämmerer Willy Kerbusch entschied: Der Frühjahrsputz findet statt, aber zwei Stunden später als sonst. Er sollte sich wieder lohnen. Ute Cöhnen (Geschäftsbetriebe Willich), die die Aktion organisierte, schätzte, dass fast so viel Abfall gesammelt werden konnte wie im Vorjahr. 2012 waren es 50 Kubikmeter.

Treffpunkt nach der Sammlung war wieder der Neersener Schlosskeller, wo die Kaufmannschaft eine vom Deutschen Roten Kreuz gekochte Erbsensuppe spendierte, wo es für die vielen Helfer als Dankeschön Geschenke gab – und wo Erlebnisse ausgetauscht wurden.

Jugendliche für das Thema sensibilisiert

22 städtische Mitarbeiter waren im Einsatz, aber auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Siggi Gaumitz hatte rund ums Sport- und Freizeitzentrum mit den Armbrustträgern des ASV aufgeräumt. Ebenfalls mit dabei: die Kolping-Jugend unter der Leitung von Corinna Langels. Sie fanden jede Menge leere Flaschen.

Renate Stodden vom TV Anrath und ein rundes Dutzend anderer Helfer des TV und der Aach Blenge fanden unzählige Flaschen entlang der Neersener Straße. Für Axel Bernsdorf ist die Teilnahme junger Leute am Frühjahrsputz so wichtig, „weil sie für die Thematik sensibilisiert werden. Und sie lernen, Verantwortung zu übernehmen.“ Kerbusch übermittelte den Dank von Bürgermeister Josef Heyes, der sich ebenfalls an der Aktion beteiligt hatte. Was ihn ärgerte: 15 Liter Altöl in Glasflaschen sind gefunden worden: „Hier ist Schluss mit lustig. Ein Liter Öl kann eine Million Liter Wasser verseuchen.“

Auch Mitarbeiter von McDonald’s haben beim Frühjahrsputz mitgemacht. Dass die Willicher nur noch Abfalleimer und Papierkörbe benutzen, damit rechnet niemand. Deshalb lautete die gängige Verabschiedungsfloskel „Bis zum nächsten Jahr“.

Leserkommentare (2)


() Registrierte Nutzer