Laut Bürgermeister Josef Heyes ´sind die Erdarbeiten an der Siedlung fast abgeschlossen.

Laut Bürgermeister Josef Heyes ´sind die Erdarbeiten an der Siedlung fast abgeschlossen.
Auf dem ehemaligen Sportplatz sind die Positionen der Häuser schon zu erkennen.

Auf dem ehemaligen Sportplatz sind die Positionen der Häuser schon zu erkennen.

Reimann

Auf dem ehemaligen Sportplatz sind die Positionen der Häuser schon zu erkennen.

Willich. Die Stadt arbeitet weiter mit Hochdruck daran, ein Flüchtlingsdorf auf dem ehemaligen Sportplatz der britischen Streitkräfte an der Moltkestraße zu verwirklichen. Allerdings hat es nach Auskunft von Bürgermeister Josef Heyes Verzögerungen gegeben: Wegen Brandschutzauflagen mussten die Abstände der Häuser nochmals verändert werden.

„Die Erdarbeiten sind so gut wie fertig“, erklärte Josef Heyes gestern auf Nachfrage der WZ. Man bleibe bei der Planung, die Siedlung bis Ende des Monats fertig zu haben. Bis dahin gelte auch eine Vereinbarung mit der Bezirksregierung Arnsberg, bei der Zuweisung von neuen Flüchtlingen Zurückhaltung zu üben. Denn nach wie vor will die Stadt es vermeiden, eine weitere Sporthalle für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen zu müssen.

An der Molkestraße entstehen auf dem ehemaligen Sportplatz zehn Wohngruppen mit je sieben Häusern, in denen es jeweils Platz für vier Personen gibt. 280 Menschen können so eine Unterkunft finden. Ursprünglich war vorgesehen, dort ausschließlich alleinreisende Männer anzusiedeln. Laut Josef Heyes sei man von diesem Plan wieder abgerückt, da nach wie vor relativ viele Familien in Willich ankommen.

Untergebracht werden die Flüchtlingen zurzeit in der Sporthalle Pappelallee (140 von 184 Plätzen sind dort belegt) und in der ehemaligen Kirche St. Maria Rosenkranz. Dort leben im Moment 45 Flüchtlinge. Familien mit langfristiger Bleibe-Perspektive versucht die Stadt in Wohnungen unterzubringen. Erst jüngst habe man vier bis fünf Familien in GWG-Häusern an der Hülsdonkstraße einquartieren können, so Heyes.

An der Moltkestraße werden die einzelnen Wohngruppen um eine asphaltierte Mittelachse herum angeordnet. Jedes Haus ist 24 Quadratmeter groß, jede Wohngruppe wird über einen Aufenthaltsraum von 35 Quadratmetern verfügen. Hinzu kommt ein Küchenhaus von 30 Quadratmetern.

Zur Ausstattung des Dorfes gehören ein großer Multifunktionsraum, Waschräume und Duschen sowie Container für die Waschmaschinen. Im Eingangsbereich an der Moltkestraße wird es außerdem drei Container für die Verwaltung der Siedlung, den Wachdienst und Ehrenamtler geben. Der vorhandene Bolzplatz auf dem Gelände und zusätzliche Außenflächen bleiben für die Flüchtlinge erhalten.

Angesprochen auf die Schlägerei im ehemaligen Katharinen-Hospital in der vergangenen Woche erklärte Heyes: „Das überrascht mich nicht.“ Im Haus seien vor allem Männer aus Albanien und Marokko ohne Bleibeperspektive untergebracht. Das führe untereinander zu Frust und Gereiztheit.

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