Zurzeit sind 247 Asylbewerber unterzubringen.

Willich. Durch die weitere Nutzung des ehemaligen Willicher Krankenhauses als Erstaufnahmestelle für Asylbewerber wird die Stadt Willich in absehbarer Zeit keine neuen Flüchtlinge aufnehmen müssen. Die Unterbringungssituation hat sich inzwischen leicht entspannt, nachdem Anfang des Jahres Asylbewerber in einem Hotel untergebracht werden mussten.

„Zurzeit haben wir niemanden mehr in einem Hotel “, sagte der zuständige Sachbearbeiter Marco Härtel im Sozialausschuss. Zwar sei mit Zuweisungen neuer Asylbewerber derzeit nicht zu rechnen, aber Flüchtlinge, die Willich freiwillig verlassen hätten, könnten jederzeit zurückkommen. Ihnen müsste dann eine Unterkunft zur Verfügung gestellt werden.

Wer den Status des anerkannten Flüchtlings bekommt, muss nicht mehr in einer städtischen Unterkunft leben. In der Realität ist es jedoch so, dass die Wohnungssuche nicht leicht fällt. Zurzeit leben 247 Personen in den städtischen Unterkünften beziehungsweise in angemieteten Objekten. Sie gehören 39 Nationen an, ein Drittel kommt aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Der Arbeitskreis Fremde kümmert sich um die Asylbewerber. Er und die Stadt haben einen Kooperationsvertrag ausgehandelt, der im Sozialausschuss den letzten Schliff bekam. Manuel Paas (Grüne) regte erfolgreich an, den Zuschuss von 5000 auf 6000 Euro pro Jahr zu erhöhen. Der Verein muss aber einen Verwendungsnachweis erbringen und Mittel, die er nicht benötigt hat, zurückzahlen. Er nutzt derzeit Räume im ehemaligen Schwesternheim.

Der Vertrag enthält viele Details. So müssen Asylbewerber einverstanden sein, dass die Stadt Daten über sie an den Verein, der ihnen helfen möchte, weitergibt. Die Vereinbarung wird bis zum 31. März 2017 geschlossen – sie verlängert sich um ein Jahr, wenn sie nicht innerhalb von drei Monaten vor Ablauf durch eine der Parteien gekündigt wird. Sie gilt nur für die Flüchtlinge, die von der Stadt betreut werden und nicht für die im Hospital.

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