Am Wochenende wurde der Grundstein für die Modernisierung der Schiefbahner Wache gelegt. Der Neubau bietet Platz für fünf Fahrzeuge und einen Waschplatz. Im bestehenden Gebäude werden Büroräume und ein Funkraum eingerichtet. Es entstehen ein Unterrichtsraum für 55 Feuerwehrleute sowie sanitäre Einrichtungen und Umkleidemöglichkeiten.

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Bürgermeister Josef Heyes bei der Grundsteinlegung für das neue Feuerwehr-Gebäude in Schiefbahn.

Bürgermeister Josef Heyes bei der Grundsteinlegung für das neue Feuerwehr-Gebäude in Schiefbahn.

Kurt Lübke

Bürgermeister Josef Heyes bei der Grundsteinlegung für das neue Feuerwehr-Gebäude in Schiefbahn.

Schiefbahn. Als Bürgermeister Josef Heyes am Samstag zur Maurerkelle griff, hatte er jede Menge Zuschauer: Der gesamte Schiefbahner Löschzug war in Uniform erschienen. Heyes legte den Grundstein zur Erweiterung und Modernisierung der 1964 errichteten Feuerwache. Zurzeit laufen die Ausschreibungen, die Bagger werden also noch nicht innerhalb der nächsten Tage anrücken.

Trotzdem sind die Tage der Rasenfläche mit den vielen Gänseblümchen gezählt, die Bäume an der nördlichen Grundstücksgrenze wurden bereits gefällt. Die neue Bebauung wird bis auf drei Meter an diese Grenze heranreichen. "1,6 Millionen Euro in Zeiten zurückgehender Steuereinnahmen zu investieren, war kein leichter Schritt", erklärte Heyes.

Der Neubau bietet Platz für fünf Fahrzeuge und einen Waschplatz. Im bestehenden Gebäude werden Büroräume und ein Funkraum eingerichtet, ein Unterrichtsraum für 55 Feuerwehrleute sowie sanitäre Einrichtungen und Umkleidemöglichkeiten für Feuerwehrmänner und -frauen. Es entstehe "ein architektonisch ansprechender Zweckbau".

Geplant wurde das Projekt vom Eigenbetrieb Objekt- und Wohnungsbau. Berücksichtigung findet die Tatsache, dass in einem Bruchgebiet gebaut wird: Der Bürgermeister sprach von einem "Pfahlbau wie bei den alten Römern". Außer einem hohen Grundwasserstand hat der Boden noch etwas anderes zu bieten: Die Erdwärme wird zum Heizen genutzt.

Stadtbrandmeister Thomas Metzer freute sich: "Das ist ein besonderer Tag für die Stadt Willich." Er bereitete die Männer um Löschzugführer Ralf Okonnek auf eine schwierige Phase vor, verglich Sanierung und Neubau mit einer "Operation am offenen Herzen". Der Dienstbetrieb müsse trotz der Arbeiten weitergehen.

Die Feuerwehr werde durch die Investition noch leistungsfähiger. Was gut sei: Die Alternative wäre eine wesentlich teurere Berufsfeuerwehr, wie sie in Städten dieser Größenordnung eher die Regel als die Ausnahme ist.

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