Drei Schülerinnen der Johannesschule haben drei Wochen lang in Lettland gearbeitet.

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Die Europafahne in der Hand, Lettland im Herzen: Swenja Frings (links) und Asli Suren (rechts) haben wie Franziska Kolax erfolgreich ein dreiwöchiges Auslands-Berufspraktikum in Smiltene/Lettland absolviert. Damit sind die drei Mädchen Pioniere für dieses Angebot der Johannesschule.

Die Europafahne in der Hand, Lettland im Herzen: Swenja Frings (links) und Asli Suren (rechts) haben wie Franziska Kolax erfolgreich ein dreiwöchiges Auslands-Berufspraktikum in Smiltene/Lettland absolviert. Damit sind die drei Mädchen Pioniere für dieses Angebot der Johannesschule.

Kurt Lübke

Die Europafahne in der Hand, Lettland im Herzen: Swenja Frings (links) und Asli Suren (rechts) haben wie Franziska Kolax erfolgreich ein dreiwöchiges Auslands-Berufspraktikum in Smiltene/Lettland absolviert. Damit sind die drei Mädchen Pioniere für dieses Angebot der Johannesschule.

Anrath. Asli Suren strahlt. "Ich fand es super dort. Ich würde jedem anderen ein solches Praktikum empfehlen." Swenja Frings nickt. "Man bekommt ein starkes Selbstbewusstsein, wenn man sich woanders behauptet hat."

Vergessen also jede Aufregung vor dem Start am 1. Februar, vergessen jedes Heimweh-Tränchen während der ersten Tage in Smiltene/Lettland, 1426 Kilometer entfernt von Anrath, von der Familie und Freunden.

Die Neuntklässlerinnen Asli Suren (15), Swenja Frings (15) und Franziska Kolax (17) haben sich getraut und bewährt. Sie sagten zu, als Lehrer Wolfgang Brock sie im Herbst 2008 als Kandidatinnen für das erste Auslands-Berufspraktikum der Johannesschule ansprach.

Swenja bat sich Bedenkzeit aus, wurde aber von ihrer Mutter darin bestärkt, mitzufahren: "So eine Chance kriegst du nicht wieder." Für Asli war sofort klar: "Ich bin dabei."

Englisch- und Klavierunterricht im Kindergarten

Die Mädchen lebten während der drei Praktikumswochen in Gastfamilien. Die Verständigung klappte gut, man sprach Deutsch, Englisch und am Ende auch ein paar Brocken Lettisch.

Swenja arbeitete in der Stadtverwaltung von Smiltene mit, in der Tourismus-Information, in der Bibliothek und im Krankenhaus. Asli und Franziska halfen im Kindergarten.

Asli ist noch sehr beeindruckt: "Die Kindergärten sind viel moderner als bei uns. In jedem Raum steht ein Klavier, es gibt Musik-, Ballett- und Englischunterricht." Die Erfahrungen der Praktikumswochen haben die Mädchen in ihren Berufswünschen bestärkt. Asli will Kindergärtnerin werden, Swenja Krankenschwester und Rettungsassistentin.

In ihrer freien Zeit streiften die Mädchen durch Smiltene und Riga. "Eine tolle Stadt", sind sich Asli und Swenja einig. Fotos halten die Erinnerung an die Zeit wach. Asli lacht: "Ich musste meinen Koffer vor der Heimreise vier Mal umpacken, weil ich so viele Geschenke von den Kindern bekommen habe, dass mein Gepäck Übergewicht hatte." Mitbekommen haben die Mädchen auch Einladungen der Gasteltern, bald wieder nach Smiltene zu kommen. Den Kontakt wollen sie halten. Swenja erwartet außerdem Beate aus ihrer Gastfamilie zum ASV-Schützenfest in Willich.

Das erste Auslandspraktikum hat den Mädchen Lust auf mehr gemacht. Asli: "In Klasse 10 möchte ich nach Ungarn."

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