Hilfspaket: Für Städte gibt’s weniger Geld als erwartet.

Willich/Tönisvorst. Es schwingt schon Bedauern mit in den Stellungnahmen der Stadtvertreter zum Konjunktur-Paket. Da hatten sie die Summe, die ihre Stadt bekommen sollte, doch recht optimistisch eingeschätzt. Das galt besonders für den Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz. Er hatte mit 3,7 Millionen Euro gerechnet, es wurden 2,36 Millionen.

"Natürlich bin ich enttäuscht. Aber was hilft’s. Jetzt machen wird das Beste daraus", sagt Schwarz. Für den 16. Februar ist eine Sondersitzung des Hauptausschusses angesetzt. "Dafür wird die Verwaltung eine Vorlage erstellen, die Politik kann dann sagen, was läuft." In der Hauptsache werde das Geld wohl für Kindergärten, Schulen und den sportlichen Sektor genutzt, glaubt Schwarz. Vielleicht könne man den Sportplatz in Vorst jetzt vorziehen.

Nächste Woche wird die Politik beteiligt

Zwischen 5 und 6 Millionen hatte der Willicher Kämmerer Willy Kerbusch erwartet. Jetzt werden es 4,429 Millionen Euro. Ein Nachtragshaushalt sei nicht erforderlich. "Nächste Woche wird die Politik beteiligt", sagt Kerbusch. Der Rat bekomme Pakete vorgelegt, über die er dann entscheiden müsse. Überwiegend fließe Geld in die Schulen. "Wir investieren in den energetischen Bereich. Bei uns ist der Sanierungsstau nicht so groß wie in benachbarten Großstädten."

Die Willicher SPD ist laut Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid "enttäuscht" über die relativ kleine Summe. "Das Land tut nichts dazu", kritisiert Röhrscheid. Zudem müsse man ja 50 Prozent der Summe ab 2012 zurückzahlen. Die SPD will jetzt ein Medienzentrum als Projekt ins Spiel bringen.

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