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Kerstin Reemen.

Kerstin Reemen.

Kerstin Reemen.

"Et hätt noch immer joot jejange." Diese rheinische Formel gilt für die Bedarfs-Rechnung von OGS in Tönisvorst nicht mehr. 19 Mal wird die Stadt jetzt an Eltern schreiben: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, das Ihr Kind keinen OGS-Platz zum Schuljahr 2010/2011 bekommen wird." Das ist bitter, aber zurzeit nicht zu ändern. Jede Gruppe nimmt schon zwei Kinder mehr auf. Die Grundschulen sind dicht. 19 Nein können etliche Härtefälle bedeuten. Familien müssen ihre Pläne umwerfen, Frauen den Einstieg in Berufstätigkeit vielleicht verschieben, Eltern den Wechsel von Arbeitsstellen aufgeben. Gut ist in dieser Situation nur, dass die Familien sehr bald ihr Ja oder Nein bekommen. Die jetzt offen benannten Auswahlkriterien sind richtig. Sie machen Entscheidungen nachvollziehbar. Hätten die Schulpolitiker wegen ihrer Einwände das Thema vertagt, hätten die Tönisvorster Eltern viel länger in Ungewissheit verharren müssen. Jetzt haben sie ein halbes Jahr Zeit, nach Betreuungs-Alternativen zu suchen. Wenigstens das ist joot jejangen.

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