Ein Ehepaar aus Anrath sollte Opfer werden.

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Jörg Knappe

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Schiefbahn. Die Polizei hatte es geahnt: Nur einen Tag, nachdem ein Enkeltrick in Anrath an der Aufmerksamkeit einer 87-jährigen Frau gescheitert war, versuchten es am Dienstag um 15.15 Uhr möglicherweise die gleichen Täter erneut. Diesmal sollte ein älteres Ehepaar (Mann 85, Frau 76 Jahre alt) an der Römerstraße in Schiefbahn um ihr Erspartes erleichtert werden.

Der Anrufer gab am Telefon zunächst vor, er sei der Neffe Peter und benötige 60 000 Euro für einen Autokauf. Die Angerufene schöpfte Verdacht und beendete sofort das Gespräch. Als sie dann die Polizei informieren wollte, erfolgte ein neuer Anruf. Diesmal gab sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, der gegen eine Tätergruppe ermittle, die ältere Menschen per Enkeltrick um ihr Geld zu bringen versuche. Auch diesmal glaubte die Angerufene dem Tatverdächtigen nicht und beendete von ihrer Seite das Gespräch. Erst jetzt gab der Anrufer sein Vorhaben auf.

Kripo warnt vor weiteren Versuchen

Die Kriminalpolizei rät: „Machen Sie es wie die 76-Jährige. Seien Sie misstrauisch gegenüber solchen Anrufen und informieren Sie sofort die Polizei. Wenn Sie in der Zeitung von Enkeltrick-Betrügereien lesen, rechnen Sie damit, dass mehrere ältere Leute als Opfer auserkoren werden.“ Auf keinen Fall solle man Geld an angebliche Verwandte oder deren Boten herausgeben. „Im Zweifel rufen Sie über die 110 die Polizei. Dort wird man helfen“, so die Behörde.

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