Mehr als 500 Karnevalisten kamen auf Einladung der Willicher Prinzengarde zum Biwak in den Neersener Wahlefeldsaal.

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Auf der Bühne der Willicher Prinzengarde wirbelt hier die Garde aus Mönchengladbach-Venn.

Auf der Bühne der Willicher Prinzengarde wirbelt hier die Garde aus Mönchengladbach-Venn.

Friedhelm Reimann

Auf der Bühne der Willicher Prinzengarde wirbelt hier die Garde aus Mönchengladbach-Venn.

Neersen. 25 Prinzengarden beziehungsweise Karnevalsgesellschaften und etliche Prinzenpaare gaben sich beim Prinzenbiwak im Wahlefeldsaal mehr als acht Stunden lang die Klinke in die Hand. Am Wochenende werden deutlich mehr als 500 Karnevalisten in Neersen zusammengekommen sein.

Gastgeberin war die Prinzengarde der Stadt Willich. Deren Vorsitzender Holger Weber war mit der Resonanz mehr als zufrieden. Was ihm aufgefallen war: „Die einzelnen Abordnungen bleiben diesmal länger – ein Zeichen dafür, dass es ihnen hier gefällt.“ Der erste Eindruck beim Betreten des Wahlefeldsaales am Samstag zwischen 13.11 und 22 Uhr: „Ist das voll hier. Ist das bunt hier.“

Besonders stachen natürlich die prächtigen Ornate der Prinzenpaare hervor, von denen es einige zu bewundern gab. Die Karnevalsgesellschaft Laakebüll aus Rath-Anhoven hatte ihr schmuckes Kinderprinzenpaar Christopher Pint (11) und Emilia Petrovic (9) mitgebracht.

Bürgermeister Josef Heyes lobte die „sehr gute Jugendarbeit der Willicher Prinzengarde“ – und die ausgefeilten Darbietungen der KG Laakebüll. Sie wirkte mit ihren 15 Jahren schon ziemlich erwachsen: Kimberly I: van der Hoven von der Braunschweiger Narrenzunft aus Uerdingen hatte keinen Prinzen an ihrer Seite, dafür die Pagen Vaness Schelkens und Matthias Rutkowski. Neben der Braunschweiger Narrenzunft war auch die Garde der KG „Op der Höh“ mitgekommen.

In Neersen erklang auch „Gloria tibi Dülken“

Frank Schreiber von der Willicher Prinzengarde führte durch das Mammutprogramm. Ein dreifaches „Gloria tibi Dülken“ wurde zu Ehren des Dülkener Prinzenpaares Frank und Birgit Jansen ausgerufen. Viel Applaus gab es auch für das Kindertanzpaar Kian und Katharina.

Rolf Füsgen von den Schiefbahner „Torfmöps“, vor 16 Jahren Willicher Karnevalsprinz, bekam leuchtende Augen: „Schön, dass sich immer wieder Menschen bereit erklären, als Prinzenpaar aufzutreten.“ Die Entscheidung müsse jedoch von Herzen kommen.

Auch die Nachbarstadt Kaarst hat nach Jahren mal wieder ein Prinzenpaar: Für Marc Siebert und Martina Wirth ist dieses Ehrenamt unübersehbar eine Herzensangelegenheit. Und die Kommandeurin der Ersten Kaarster Narrengarde Blau-Gold, Henny Siedler, ist eine Brauchtums-Allzweckwaffe: Mit Ehemann Bernd bildet sie das aktuelle Schützenkönigspaar der Kaarster St. Sebastianer.

Annette Böhm von der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach brachte es auf den Punkt, warum es auf dem Prinzenbiwak im Wahlefeldsaal so schön ist: „Hier trifft man sämtliche Garden der Umgebung bei toller Stimmung, das Biwak ist super organisiert.“

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