Die Feuerwache Anrath wird erweitert und um eine Rettungswache ergänzt. Am Freitag war Baubeginn.

Spatenstich
Gut gelaunte Akteure beim Ersten Spatenstich (v.l.): Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger, Bürgermeister Josef Heyes, Feuerwehrchef Thomas Metzer und Löschzugführer Stefan Koy.

Gut gelaunte Akteure beim Ersten Spatenstich (v.l.): Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger, Bürgermeister Josef Heyes, Feuerwehrchef Thomas Metzer und Löschzugführer Stefan Koy.

Kurt Lübke

Gut gelaunte Akteure beim Ersten Spatenstich (v.l.): Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger, Bürgermeister Josef Heyes, Feuerwehrchef Thomas Metzer und Löschzugführer Stefan Koy.

Anrath. Erster Spatenstich – mit solchen Pflichten hat Bürgermeister Josef Heyes in seiner Amtszeit schon reichlich Erfahrung sammeln können. Selten dürfte er damit aber so schwer zurechtgekommen sein, wie am Freitag an der Feuer- und Rettungswache Anrath.

„Du glaubst doch nicht, dass ein Schiefbahner hier in den Boden kommt“, spöttelte Ratsherr Dieter Lambertz, während sich Heyes abmühte, zumindest ein bisschen von der Grasnarbe zu entfernen. Das war aber schon fast der einzige kritische Punkt der Veranstaltung. Denn bei den Besuchern überwog die Freude darüber, dass die Stadt Willich an der Ecke Fadheider/Schottelstraße kräftig investiert.

„Ich danke für die Weitsicht, die hier an den Tag gelegt wird“, sagte Feuerwehrchef Thomas Metzer mit Blick auf die hohe Summe von 1,6 Millionen Euro, die allein in diesem Jahr im Haushalt steht. Er wie auch der Bürgermeister hoben hervor, dass der Erweiterungsbau die Sicherheit der Bürger verbessere.

„Froh und stolz“, so Heyes, sei man auf die Freiwillige Feuerwehr, die der Stadt Willich den Ausbau einer teuren Berufsfeuerwehr bislang erspart hat. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müsse Geld in die Ausrüstung und die vernünftige Unterbringung gesteckt werden.

Das geschieht jetzt in Anrath. Für die 38 Mitglieder des Löschzuges (Platz ist für 60, Bewerbungen sind willkommen) entstehen eine Erweiterung der Fahrzeughalle, ein neuer Schulungs- und ein Aufenthaltsraum sowie ein Sanitärbereich. Gleichzeitig wird eine Dependance der Willicher Rettungswache errichtet. Der Standort in der Nähe des Ortskerns sei ideal, so Löschzugführer Stefan Koy, denn von dort aus könne man blitzschnell in drei Richtungen ausrücken.

Während der Bauarbeiten bleibt der Löschzug in der Wache. „Eine Operation am offenen Herzen“, nennt der zuständige Geschäftsbereichsleiter Martin Zinnel diesen Parallelbetrieb.

Fünf neue Tore zur Fadheider Straße sind schon eingebaut worden. Bislang rückte die Wehr in Richtung Schottelstraße aus, aber dort entsteht jetzt ein Anbau. Außerdem wird die Halle in Richtung Orpheum erweitert, das gerade abgerissen wird. Ist alles fertig, wird es fünf Stellplätze für die Feuerwehr und – getrennt durch eine Mauer – drei für die Rettungswache geben.

Ein Problem aller Freiwilligen Feuerwehren ist die Einsatzfähigkeit am Tag. Glück hat hier der Löschzug Anrath. Liane Ramrath, die Mitglied der Wehr in Neersen ist, arbeitet im Anrather Rathaus und rückt im Einsatzfall mit aus. Sie ist aber auch aus anderen Gründen oft an der Feuerwache: Die 45-Jährige hat die Bauleitung für die Erweiterung übernommen.

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