Das ist mal wieder typisch: Zuerst lässt man die Anwohner gewähren, immer nach dem Motto, dass der Bürger mündig und seine Eigeninitiative zu unterstützen ist. Dann stellt man fest, dass die Eigeninitiative vielleicht dazu führt, dass vor manchen Grundstücken Lärmschutzwälle stehen könnten, vor anderen nicht. Das wiederum stört das ästhetische Empfinden. "Zahnlücken" will man denn doch nicht. Auch wenn diese überhaupt nicht so aussehen.

Jetzt also wird zurück gerudert. Dabei ist dann sowohl der Glaubwürdigkeitsverlust egal wie auch der materielle Schaden, der einzelnen Anwohnern entsteht, wenn sie ihren schon errichteten Wall wieder abreißen müssen. Was die Politik dabei übersieht: Sie - und nicht die Verwaltung - richtet einen Flurschaden an, der nicht mehr zu reparieren ist. Aber auch das hat ja in Tönisvorst eine ungute Tradition.

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