Inhaltlich ist die Sache ganz einfach: Das Stadtarchiv muss Willich erhalten bleiben. Und zwar am besten am Standort St. Bernhard, wo Udo Holzenthal sich im regen Austausch mit den benachbarten Schulen und dem Heimatmuseum „Kamps Pitter“ befindet. So und nicht anders sieht zeitgemäße Archivarbeit aus, was die vielen positiven Reaktionen von Schülern, die Holzenthal und seine Mitarbeiterin immer wieder zu hören bekommen, auch bestätigen.

Zu befürchten ist aber, dass es bei der Entscheidung am Ende nicht um Inhalte, sondern um Politik und Proporz geht. Der Landrat beginnt schon, Druck auf Willich und Viersen, aber auch auf Kempen als bisherigen Standort des Kreisarchivs aufzubauen. Am Ende wird man sich in Willich vielleicht gegen ein Kreisarchiv in der Stadt aussprechen müssen, um das Stadtarchiv in Schiefbahn zu erhalten.

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