Schon der Auftakt war so gut besucht wie lange nicht mehr. Am Sonntag kam der Regen etwas zu früh.

Ein prächtiges Bild: Die Füllhornträger der Schützenzüge sind aufmarschiert.
Ein prächtiges Bild: Die Füllhornträger der Schützenzüge sind aufmarschiert.

Ein prächtiges Bild: Die Füllhornträger der Schützenzüge sind aufmarschiert.

Sonntagmorgen waren Regenschirme nötig, während die Aktiven von Germania Willich am Samstag im Hemd gehen konnten.

Gewehr über und dann an den Majestäten vorbei: So funktionieren die Paraden beim Willicher Fest.

Gewehr über und dann an den Majestäten vorbei: So funktionieren die Paraden beim Willicher Fest.

Die Gäste aus Schottland ziehen an den Füllhornträger vorbei und sorgen für passende Musik.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 5

Ein prächtiges Bild: Die Füllhornträger der Schützenzüge sind aufmarschiert.

Willich. Das 130. ASV Schützen- und Heimatfest begeistert die Menschen. Die Auftaktveranstaltung am Freitagabend im Konrad-Adenauer-Park war so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Am Samstag strömten die Schützenfestfreunde auf den Festplatz, ins Zelt und in die Gaststätten. Leider kam der Regen am Sonntag früher als erwartet: Die große Morgenparade konnte aber wie geplant stattfinden. Die Zuschauer mussten jedoch immer wieder ihre Regenschirme öffnen.

Toni Linden ist ein stattlicher König. Er erklärte jedoch, im kommenden Jahr nicht als Minister zur Verfügung zu stehen, wie es eigentlich üblich ist.

Schon längst keine Angst mehr vor dem Königstanz

Samstagabend im Festzelt: Der König im Frack, die Königin in einem tollen Kleid in Silbergrau mit sehr viel Strasssteinen. Vor dem Königstanz hatte das Paar keine Angst: „Das haben wir mittlerweile drauf“, erklärte Toni Linden. Wenig später legte er zur Musik von den San Fernando Allstars zwei Walzer und einen Disco-Fox aufs Parkett.

Am späten Samstagnachmittag waren zur Musikpräsentation auf der Tribüne 40 Plätze für Asylbewerber freigehalten worden, morgen sind sie zum Familiennachmittag mit ihren Kindern eingeladen.

Zu Ehren der Schotten war die blauweiße Fahne gehisst

„Kommen die Engländer wieder?“, hatten Schützenfestfreunde immer wieder gefragt. Sie meinten die schottische Formation „The Central Band oft he Royal British Legend Scotland“, der zu Ehren die blauweiße Flagge gehisst worden war. Daneben flatterte die japanische Flagge im Wind als stiller Willkommensgruß für die japanischen Ehrengäste wie Yasuo Inadome, dem Vositzenden des Japan-Clubs. Für Generalkonsul Kaoru Shimazaki werden die Eindrücke vom Willicher Schützenfest zu den letzten bewegenden Bildern aus Deutschland gehören – er wird ab nächstem Monat im Außenministerium in Tokio arbeiten.

Der Zug „Da simmer dabei“ ist seit zehn Jahren dabei, die „Armbrustträger“ gehören dem ASV-Regiment bereits seit 20 Jahren an. „Die 90er“ feiern ihr 25-jähriges Bestehen, „Die 100er“ sind drei Jahrzehnte alt. Die Söllerschützen wurden vor 60 Jahren gegründet, ebenso wie der Jägerzug „Benehmt euch“, dem ASV-Präsident Willii Stennes angehört. 80 Jahre alt werden „Die Königsblauen“.

Bei der Tombola gibt es vier attraktive Hauptpreise und 20 weitere Gewinne. Erster Preis ist ein Aida -Reisegutschein über 1 000 Euro, zweiter Preis ein Reisegutschein über 500 Euro. Außerdem sind ein Apple i-pad und ein i-phone zu gewinnen. Infos zu den Gewinnern gibt es ab dem 14. Juli unter

www.asv-willich.de

Vom 18. bis zum 20. März wird es eine Neuauflage des Märzenfestes geben. Es findet wieder im Stahlwerk Becker statt, für den Samstagabend wurde die Top-Band „Münchner Zwietracht“ aus dem Münchner Hippodrom beim Oktoberfest verpflichtet. Kartenreservierung und Vorverkauf beginnen am 1. Oktober.

Der Landtagsabgeordnete Stefan Berger hatte seine dicke schwarze Steppjacke angezogen – bei 17 Grad und Regen keine falsche Wahl. Ein Schütze schien im Kleiderschrank jedoch ziemlich danebengegriffen zu haben: Es war Carsten Schmitz, der durch die Winterjacke in leuchtendem Orange auf sich aufmerksam machte als künftigem ASV-König. Gut drei Stunden später sollte der 49-Jährige den Königsvogel von der Stange holen.

Die Parade Sonntagvormittag war wieder einer der Höhepunkte des Willicher Schützenfestes. Sie begann mit den vier Vorreitern mit ihren glänzenden Goldhelmen. Optisch besonders eindrucksvoll: Die 65 Füllhörner der Jägerzüge. Ein akustischer Leckerbissen: Die schottische Formation mit drei Dudelsackspielern und einer Dudelsackspielerin. Sie ließen „Amazing Grace“ ertönen.

Ein Gast kam sogar aus dem fernen Arizona

Protokollchef Joachim Kothen begrüßte die Ehrengäste und machte auf Besonderheiten aufmerksam wie diese: „Elsy Butler ist aus Phoenix/Arizona angereist.“ Er begrüßte auch Helga und Wolfgang Dohmgans, die vor 25 Jahren das ASV-Königspaar waren.

Wie sehr das Regiment in modernste Kommunikationstechniken eingebunden ist, machte die Tatsache deutlich, dass jeder Zugführer beziehungsweise ein von ihm beauftragtes Zugmitglied wichtige Infos über die ASV-App erhielt. So konnten mögliche geänderte Antretezeiten problemlos kommuniziert werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer