Annelies Schwedt zeigt in der Sommergalerie Clörath ihre Bilder, die oft Themen aus Märchen darstellen.

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Annelies Schwedts Zeichnungen, die sie in der Sommergalerie Clörath zeigt, stellen häufig Dinge aus der Welt des Märchens, aber auch persönliche Themen dar. Immer geht es um den Menschen.

Annelies Schwedts Zeichnungen, die sie in der Sommergalerie Clörath zeigt, stellen häufig Dinge aus der Welt des Märchens, aber auch persönliche Themen dar. Immer geht es um den Menschen.

Kurt Lübke

Annelies Schwedts Zeichnungen, die sie in der Sommergalerie Clörath zeigt, stellen häufig Dinge aus der Welt des Märchens, aber auch persönliche Themen dar. Immer geht es um den Menschen.

Clörath. Eigentlich hatte es in diesem Jahr gar keine Ausstellung in der Sommergalerie Clörather Mühle geben sollen. Eigentlich hatte Annelies Schwedt in dem urigen Ambiente als Märchenerzählerin auftreten wollen. Stattdessen wurde sie gebeten, ihre Bilder auszustellen.

Märchenfreunde kommen trotzdem auf ihre Kosten: Erstens haben viele Bilder ihren Ursprung in irgendwelchen Märchen und zweitens wird die Willicherin am 20. September um 15 Uhr Märchen für Erwachsene erzählen.

Der Mensch steht eindeutig im Mittelpunkt

Themen aus Märchen sind oft der "Aufhänger". Es sind eher Reflexionen von Schlüsselszenen aus Märchen als Ilustrationen.

Was immer wieder auffällt: Die Kombination von Ölmalerei und Tuschezeichnung, der Wechsel von Abstraktion und Gegenständlichkeit, wobei Gegenständlichkeit in der Regel Figürlichkeit bedeutet. Der Mensch steht nämlich eindeutig im Mittelpunkt.

Das ist schon bei den Leporellos im Postkartenformat sehr gut zu erkennen. Diese kleinen Werke entstehen immer mal zwischendurch. Zunächst trägt Annelies Schwedt, die sich vorwiegend als Zeichnerin sieht, die Tusche auf.

Die Ölfarbe pinselt sie dann unverdünnt aus der Tube schichtweise auf. Es geht ihr darum, Farbräume zu schaffen, die den Betrachter berühren. Feurige Töne zwischen Rot und Orange überwiegen, als Kontrast passt Blau sehr gut.

Was sind das für Menschen, die die Künstlerin da in de Mittelpunkt rückt? "Vieles entwickelt sich aus dem Zufall heraus", erklärt Annelies Schwedt, die an der Pädagogischen Hochschule in Neuss studiert und als Hauptfach Kunst gewählt hatte. Es geht im Kern um Hoffnungen und Sehnsüchte.

Das Triptychon wählte die Willicherin gern, weil sie anhand der Dreiteilung die drei Phasen eines Märchens deutlich machen kann. Der Pinselschwung symbolisiert Dynamik, vieles wird jedoch nur angedeutet, der Betrachter hat Raum für eigene Interpretationen. Es gibt auch einige Bilder wie "Mach doch mal das Licht aus", die Beispiele gelungener gegenständlicher Malerei sind.

Und es gibt sowohl reine Tuschezeichnungen als auch reine Farbstiftzeichnungen. Nicht immer war ein Märchen der Auslöser: "Meine Freundin, warum?" ist ein sehr persönliches Bild, mit dem Annelies Schwedt den Krebstod einer vertrauten Person thematisiert.

Die Ausstellung ist bis zum 27. September mittwochs und freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung (02156/40176) geöffnet.

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