Warum es günstig sein kann zu wissen, wie viele Raucher gerade vor der Kulturhalle stehen.

Kundin Martina Steinforth muss strampeln, während Studio-Chefin Edith Gribs und Trainerin Mandy Gieseler (r.) Uwe Schummer zeigen, worauf man achten muss.
Kundin Martina Steinforth muss strampeln, während Studio-Chefin Edith Gribs und Trainerin Mandy Gieseler (r.) Uwe Schummer zeigen, worauf man achten muss.

Kundin Martina Steinforth muss strampeln, während Studio-Chefin Edith Gribs und Trainerin Mandy Gieseler (r.) Uwe Schummer zeigen, worauf man achten muss.

Da hat Mutter Natur ganz schön zugeschlagen: Diese Schilder an der Hover Kull in Willich sehen aus, als wären sie überpinselt.

Das Team des Fanclubs „Die Apfelstädter“ nimmt von seinem Sponsor ein Trikot in Empfang.

Kurt Lübke, Bild 1 von 3

Kundin Martina Steinforth muss strampeln, während Studio-Chefin Edith Gribs und Trainerin Mandy Gieseler (r.) Uwe Schummer zeigen, worauf man achten muss.

Willich/Tönisvorst. Er hat es nach längerer Pause wieder getan: Uwe Schummer, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Neersen, ist als Praktikant unter die arbeitende Bevölkerung gegangen. Im Willicher Fitness-Studio Halle 22 hat er sich einen Eindruck von den Jobs rund um das Thema Gesundheit gemacht. Inhaberin Edith Gribs begrüßte ihn persönlich im Team. Bei früheren Praktika schaute sich Schummer unter anderem an einer Tankstelle, bei der Müllabfuhr und in einer Apotheke um.

Wenn der günstige Moment zum Rauchen gekommen ist

Bleiben wir kurz in Schiefbahn, wechseln aber den Saal: In der Kulturhalle sind nach Beschwerden der Anwohner die Vorschriften bei Veranstaltungen drastisch verschärft worden. So dürfen zum Beispiel nur 20 Leute gleichzeitig vor die Tür gehen und rauchen. Per Saaldurchsage ist darauf jetzt auch beim jüngsten Stiftungsfest von „Blitz“ hingewiesen worden. Ob die Durchsage anschließend mehrfach mit der jeweils aktuellen Raucherzahl wiederholt worden ist (schließlich soll kein Raucher umsonst gehen müssen), weiß der Flüsterer nicht so ganz genau. Es wäre auf jeden Fall eine Idee, die auch aus Schilda stammen könnte.

Von einem Arzt, der keine Patienten mehr brauchen konnte

Jetzt zu einer kuriosen Angelegenheit. Da wollte der Vorster Engelbert Steeg vorletzte Woche einen Termin in einer neurologischen Praxis machen. Dazu hatte ihm sein Hausarzt geraten. Steeg rief bei einer Praxis auf Viersener Stadtgebiet an – nennen wir sie Dr. S. Die Terminvergabe lief flott und unkompliziert. „Ich sollte am 21. Juli kommen“, sagt Steeg leicht verwundert. Auf seine Nachfrage, ob es denn nicht eher ginge, fing er sich die Bemerkung: „Ja, dann müssen Sie zu einem anderen Arzt gehen.“ Das teilte der Ratsherr seiner Krankenkasse AOK mit. Und bat um Hilfe. Die kam prompt. Nur einige Tage später erhielt er schriftlich die Mitteilung, er habe einen Termin in einer Nettetaler Praxis. „Die waren wirklich super bei der AOK“, lobt Steeg. Der Stadtflüsterer fragt sich, warum Dr. S. es offenbar so wenig nötig hat.

Von einem Patienten-Protest, der irgendwann stecken blieb

Eine ungute Erfahrung mit einem Arzt, in diesem Fall ein Orthopäde, machte Jörg Radmacher aus St. Tönis im vergangenen Jahr. Er fühlte sich mit Schmerzen im Knie nicht ernst genommen. Ihm wurde geraten, sich doch bei der Ärztekammer zu beschweren. Was der Mann tat. „Mit mäßigem Erfolg“, so das Resümee. Immer wieder habe er von verschiedenen Abteilungen der Ärztekammer Fragebögen zugeschickt bekommen, teilweise über zehn Seiten stark. „Am Ende habe ich von der Rechtsabteilung der Ärztekammer ein Schreiben bekommen, dass der behandelnde Orthopäde sich nicht an der freiwilligen Aufklärung beteiligt. Man könne das von Seiten der Ärztekammer nicht weiterverfolgen. Das müsste ich dann privatrechtlich tun“, erklärt Radmacher. Immerhin, möchte man leicht ironisch hinzufügen, immerhin waren zumindest einige Leute bei der Kammer eine Weile mit dem Vorgang beschäftigt.

Dreckige Schilder und zerstörte Sitzbänke ärgern Kandidaten

Lukas Maaßen, Kandidat für den Stadtrat und Vorstandsmitglied der Willicher SPD, beklagt den allgemeinen Zustand rund um die Seen im Bereich der Kreuzstraße und Hover Kull. Von Pflanzen überwachsene Gehwege und verdreckte, unlesbare Warn- und Hinweisschilder seien noch das geringere Übel. „Besonders ärgere ich mich über die zerstörten Sitzbänke“, so Maaßen. Ob diese mutwillig oder witterungsbedingt nicht mehr nutzbar sind, könne nicht geklärt werden. Für Maaßen steht jedoch fest, dass die Stadt hier für Ersatz sorgen muss. „Hier sieht es aus, als hätte man sich seit Jahren nicht darum gekümmert“, erklärt Maaßen weiter. Einen entsprechenden Antrag hat er über die SPD Fraktion an die Stadt gestellt.

„Apfelstädter“ hielten die niederrheinische Fahne hoch

„In den Farben getrennt – in der Sache vereint!“ Unter dem Motto trafen sich in Hamburg 20 Fanclub-Mannschaften und spielten ein Fairplay-Turnier. Auch die „Apfelstädter“ aus Tönisvorst gaben für ihre Mönchengladbacher Borussia alles und belegten einen der ersten Plätze. Lag wahrscheinlich auch an ihren schicken Outfits. Der Krefelder Bäcker Krocker spendete Trikos und schickte die Spieler so im neuen Dress auf den Platz. Mit dem Turnier setzen die Beteiligten ein Zeichen gegen Gewalt im Fußball. Und der Vereinsvorsitzende Timo Schönen verkündete nach seiner Rückkehr: „Im nächsten Jahr ist wieder ein ähnliches Turnier geplant, diesmal in einer anderen deutschen Großstadt – vielleicht sogar hier in Tönisvorst.“

Vom karnevalistischen Bazillus auf einem Foto

Liebe Leser: Wissen Sie was eine Text-Bild-Schere ist? Das ist, wenn auf einem Foto in der Zeitung etwas anderes zu sehen ist, als im Begleittext dazu steht. Eine solche hat WZ-Leser Horst Beicher letzte Woche Dienstag entdeckt. Dort stand über einer Karnevalsveranstaltung im Forum Corneliusfeld: „Das Bild ist eindeutig: Es ging hoch her im Forum Corneliusfeld.“ Dazu schreibt Herr Beicher: „Liebe Redaktion, keine Kritik, nur eine spaßig gemeinte Bemerkung: Ich sehe nur gelangweilte Gesichter.“ Der Flüsterer hat nochmal nachgeguckt und meint aber doch, den Karnevals-Bazillus in den Gesichtern der Menschen gesehen zu haben.

Rarität: Eine Kreistagssitzung mit viel Besuch

„Es ist selten, dass unsere Zuschauerplätze so gut besetzt sind“, freute sich Landrat Peter Ottmann am vergangenen Donnerstag. Denn zur Kreistagssitzung war eine etwa 20-köpfige Delegation der von Irmgard Schumacher angeführten St. TöniserKolpingfamilie gekommen. Die Gruppe zeigte sich an der Kreispolitik sehr interessiert, unternahm mit Pressesprecher Axel Küppers auch einen zweistündigen Rundgang mit anschließender Diskussionsrunde.

NKD-Laden hat dichtgemacht

Das Gerücht war schon länger durch St. Tönis gelaufen: Die Billig-Textilkette NKD macht dicht. Jetzt hat die Filiale an der Hochstraße tatsächlich die Tür abgeschlossen. Über die Zukunft der Immobilie und die Gründe für die Schließung gibt sich die Pressestelle des Kleider-Verkäufers zugeknöpft. Sie rief nämlich nicht zurück. So kann man sich nur an das halten, was offenbar bekannt war. Überregional war immer wieder berichtet worden, das Unternehmen fahre einen starken Expansionskurs, der möglicherweise mal korrigiert werden müsste. Scheint fast so.

Zahl des Tages: Schiefbahner Schützen helfen

Und zum Schluss die Nachricht über viele gute Taten: Schützen helfen, die gemeinsame Aktion der Schiefbahner und Niederheider Schützen, hat im vergangenen Jahr 11 543,69 Euro an Spenden eingenommen, 10 916,34 Euro wurden an Bedürftige ausgezahlt. Das wurde am Rande der Hauptversammlung der Sebastianer Schiefbahn bekannt.

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