Eine Wasserleitung liegt nicht dort, wo sie in den Plänen verzeichnet ist.

Für die Anwohner ein schon gewohntes Bild: Absperrungen an der Brückenstraße.
Für die Anwohner ein schon gewohntes Bild: Absperrungen an der Brückenstraße.

Für die Anwohner ein schon gewohntes Bild: Absperrungen an der Brückenstraße.

Lübke

Für die Anwohner ein schon gewohntes Bild: Absperrungen an der Brückenstraße.

Anrath. An die weiß-roten Absperrungen samt Sackgassen- und Durchfahrtsverbot-Schilder mit dem Hinweis „Anlieger frei“ sowie die Lagerung der Baumaterialien an der Straße und die Baumaschinen haben sich die Anwohner der Brückenstraße inzwischen gewöhnt. Seit 2015 begleiten diese Gegenstände die Anwohner, die alle das Ende der Maßnahme herbeisehnen.

„Es sind schon extreme Einschränkungen. Man muss immer um den Pudding fahren, wenn man weg- oder heimfahren möchte. Wobei man abends teilweise gucken muss, wie man überhaupt zum eigenen Haus zurückkommt. Wo man morgens noch raus konnte, geht teilweise am Abend nichts mehr“, sagt Joachim Regel. Brigitta Regel bemängelt die Informationspolitik der Stadt Willich. „Wir werden nicht so gut informiert, wie es eigentlich in Sachen Baustelle aussieht. Mal erscheint etwas auf den Internetseiten der Stadt, dann wieder nicht. Selbst wenn man die Bauarbeiter fragt, bekommt man keine definitive Antwort“, sagt sie.

Erst vor vier Wochen hatte die WZ von Verzögerungen auf der Baustelle berichtet. Damals ging es um Abstimmungsprobleme mit der bauausführenden Firma „in Bezug auf Umfang und Abrechnung der erbrachten Leistungen“, wie es aus dem Rathaus hieß. Nun verlängert sich der Zeitrahmen erneut um rund drei Monate, da es zu einer weiteren Verzögerung gekommen ist.

Eine Hauptwasserleitung der Stadtwerke sorgt für die Probleme. „Sie hat eine etwas andere Lage, als es in den Plänen eingezeichnet ist“, informiert Jürgen Greverath, der stellvertretende Betriebsleiter des Abwasserbetriebes der Stadt Willich. Da der Schmutzwasserkanal nun näher an der Leitung liegen wird, muss er zusätzlich gesichert werden. Diese Sicherungsmaßnahme soll Anfang des Jahres laufen. Dann geht es mit den normal eingeplanten Arbeiten weiter.

Ansonsten ist die neue Schmutzwasserpumpstation an der Brückenstraße fertig, Sie hat die alte Anlage am Pimpertzweg abgelöst. Damit hat sich die Fließrichtung des Wassers entsprechend geändert. Der neue Schmutzwasserkanal liegt bereits bis zur Kornelius-Feyen-Straße. Es fehlt noch der Bereich bis zur Gietherstraße. Der Regenwasserkanal und die entsprechenden Anschlussleitungen folgen nun. Momentan herrscht allerdings eine Winterpause, erst am 9. Januar geht es mit der Baustelle weiter. Wenn die gesamten Erdarbeiten abgeschlossen sind, erhält die Brückenstraße auch eine neue Fahrbahndecke.

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