Ein Hotelier meldete den Beamten verdächtige Übernachtungsgäste. Die vier Männer sind nun in Untersuchungshaft.

Einer der präparierten Mäntel, in denen die Verdächtigen in den großen Innentaschen Elektrogeräte verschwinden ließen.
Einer der präparierten Mäntel, in denen die Verdächtigen in den großen Innentaschen Elektrogeräte verschwinden ließen.

Einer der präparierten Mäntel, in denen die Verdächtigen in den großen Innentaschen Elektrogeräte verschwinden ließen.

Polizei

Einer der präparierten Mäntel, in denen die Verdächtigen in den großen Innentaschen Elektrogeräte verschwinden ließen.

Willich. Wasserhähne, Bohrmaschinen und Navigationsgeräte – einiges unverpackt, anderes noch mit der Diebstahlsicherung versehen: Das fand die Polizei in zwei Willicher Hotelzimmern. Eine Beute von mehreren tausend Euro.

Die vier Bewohner der Zimmer waren gerade nicht anwesend, als die Polizei den Zeitpunkt nutzte, um dem Hinweis des Hoteliers nachzugehen. Der aufmerksame Mann hatte am Dienstag den Beamten gemeldet, dass sich vier seiner Übernachtungsgäste verdächtig verhalten würden und größere Mengen Elektroartikel in ihre Zimmer brächten. „Aufgrund dessen haben sich die Beamten einen gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss besorgt“, sagt Polizeisprecher Bernd Klein.

Im Auto wurden weitere Diebesgüter gefunden

Nach der Durchsuchung kamen die vier Bewohner zurück. Bei den Verdächtigen handelt es sich um vier polnische Staatsangehörige, die zwischen 27 und 36 Jahre alt sind.

In ihrem Auto wurden weitere Diebesgüter gefunden. Außerdem trugen alle vier Mäntel oder Jacken, in denen geräumige Innentaschen eingenäht waren, die es laut Polizei problemlos ermöglichen, größere Elektrogeräte samt Verpackung darin zu verstauen.

Zwei der Verdächtigen sind polizeibekannt

Zwei der Männer sind bereits vor einiger Zeit in Deutschland wegen verschiedener Ladendiebstähle aufgefallen. Die Polizei wirft dem Quartett bandenmäßigen Diebstahl vor. „Das bedeutet, dass den Verdächtigen ein besonders strukturiertes Vorgehen vorgeworfen wird. In der Konsequenz zöge das vor allem eine höhere Strafe nach sich“, erklärt Klein.

Zu dem Vorwurf machten die vier bislang keine Angaben. Ebenso wenig zu der Herkunft der Gegenstände. Anhand der Etiketten konnte in einem Fall bereits ein Baumarkt in Velbert als Tatort festgestellt werden.

„Das wird jetzt noch einige Zeit dauern, bis wir die vielen Etiketten ausgewertet haben. Solange bleiben die Vier in U-Haft, weil Fluchtgefahr besteht“, sagt dazu Bernd Klein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer