Lehrer geben zurzeit Noten in Serie. Halbjahreszeugnisse werden vorbereitet und geschrieben.

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Ein Halbjahreszeugnis kann für viel Gesprächsstoff sorgen. Überraschen dürften die Noten einen Schüler aber nicht mehr.

Ein Halbjahreszeugnis kann für viel Gesprächsstoff sorgen. Überraschen dürften die Noten einen Schüler aber nicht mehr.

Ein Halbjahreszeugnis kann für viel Gesprächsstoff sorgen. Überraschen dürften die Noten einen Schüler aber nicht mehr.

Willich/Tönisvorst. "Heute wird es schwierig, Herrn Müller ans Telefon zu bekommen. Wir haben ganztägige Zeugniskonferenz," sagt die Schulsekretärin der Willi-Graf-Realschule in Schiefbahn über ihren Chef Hermann-Josef Müller. Karin Vogt, Leiterin der Astrid-Lindgren-Grundschule, hat ihr Büro nach Unterrichtsschluss früher als üblich verlassen: "Ich muss noch Zeugnisse schreiben."

Auch für Ulrich Graf, Leiter der Willicher Robert-Schuman-Europaschule, und seine Kollegen ist das Halbjahreszeugnis zurzeit das Konferenz-Thema in unterrichtsfreien Nachmittagsstunden. Spätestens vier Tage vor Zeugnisausgabe (Freitag, 23. Januar, nach der 6. Stunde) müssen alle Noten jedes Gesamtschülers stehen: "Denn die Zeugnisse müssen ja noch geschrieben werden."

Über jeden Einzelnen werde gesprochen, jede Note "sorgfältig" besprochen. Über die Kopfnoten, so Graf, müsse am häufigsten diskutiert werden. Graf: "Die Fachnoten verantworten die Fachlehrer. Zu den Kopfnoten aber kann jeder etwas sagen." Nicht immer seien sich die Lehrer in der Einschätzung einig. "Dann wird abgestimmt."

Per Erlass ist der Aufwand für Kopfnoten reduziert worden. Für das Zeugnis werden nur noch Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt sowie Sozialverhalten benotet. In der Grundschule gibt es Kopfnoten erst ab Ende der 3. Klasse. In der Berufsausbildung entfallen sie.

Grundschüler werden ihre Halbzeit-Zeugnisse am ehesten in Händen halten. Die Ausgabe der Blätter darf laut Schulministerium NRW zwischen Montag, 19., und Freitag, 23. Februar, erfolgen. Alle Haupt-, Real- und Gesamtschüler, Gymnasiasten und Berufsschüler müssen sich bis Freitag, 23. Januar, gedulden.

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